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Riegersburg im Herbst 2026 Dji Air 3s

Mystical Castles & Skies

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Riegersburg im Herbst 2026 Dji Air 3s

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Der hoch über das Umland herausragende Burgfelsen der Riegersburg (484 m Höhe ü. d. M.) ist eine der Stellen in der Oststeiermark, die Zeugnisse des neogenen bzw. pleistozänen Vulkanismus bilden und nach denen die Region auch Steirisches Vulkanland heißt. Der Basaltfelsen stellt die Reste eines vor mehr als 2 Millionen Jahren durch mehrere phreatomagmatische Explosionen entstandenen Diatrems dar, d. h. eines vulkanischen Schlots, dessen Entstehung unter Beteiligung von Wasser vor sich ging. Die Riegersburg ist eine Höhenburg in der Südoststeiermark und wurde 1138 das erste mal als "Ruotkerspurch" Urkundlich erwähnt. Der über 100m emporragende Basaltkegel wurde schon vor über 6000 Jahren besiedelt.Die Burg befand sich 1142 im Besitz des Hartnid von Traisen-Ort, der sich damals "von Riegersburg" benannt. Im Jahre 1648 kam die Burg in den Besitz der Freifrau von Galler. Diese, die "Gallerin", die "schlimme Liesl", war eine der schillerndsten Persönlichkeiten der Steiermark im 17. Jahrhundert. Sie war dreimal verheiratet. Wegen der ständigen Bedrohung durch die Türken ließ sie unter großen Kosten die Befestigung ausbauen und machte die Burg zur "stärksten Feste der Christenheit" (laut Feldmarschall Raimondo Montecuccoli). Die gewaltigen Vorwerke, die sechs Toranlagen und die elf Basteien mit der 15 Hektar umschließenden drei Kilometer langen Wehrmauer, hinter der in der Notzeit die Bevölkerung der gesamten Umgebung samt ihrem Vieh Zuflucht fand, wurden allerdings erst nach dem Tod der Gallerin († 1672) ab 1676 von den Grafen Purgstall vollendet, an die die Burgherrschaft über die von Galler’sche Erbtochter Regina gekommen war. Nach dem Erlöschen der Riegersburger Grafen von Purgstall 1817 wurde die Erbschaft auf 17 Personen aufgeteilt, darunter die Grafen von Sauer und Lanthieri und die Stubenberger, die die Herrschaft 1822 in einer öffentlichen Versteigerung an den Fürsten Johann von Liechtenstein verkauften. Die Burg verblieb nun im Besitz des Fürstenhauses Liechtenstein, das sie nach den Zerstörungen des Jahres 1945 vor dem drohenden Verfall rettete. Sie gehört heute einer Seitenlinie der Liechtensteiner, die als einziges Adelshaus in Österreich vom Adelsaufhebungsgesetz nicht betroffen sind, da sie die Staatsangehörigkeit ihrer eigenen Monarchie, des Fürstentums Liechtenstein besitzen. Seit 2014 ist Prinz Emanuel von und zu Liechtenstein mit seiner Familie um die Erhaltung der Burg bemüht.