Weimarer Ingenieurskunst vs. NS-Propaganda: Das wahre Niederfinow
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Das Schiffshebewerk Niederfinow wurde 1934 eröffnet. Es läuft noch heute. Und es hat ein Geheimnis, das 91 Jahre lang in keiner offiziellen Broschüre vollständig stand.
14.000 Tonnen genieteter Stahl. Doppelt so viel wie der Eiffelturm. 47 ungeplante Ausfalltage in 73 Jahren. 99.82 Prozent technische Verfügbarkeit. Gebaut von Ingenieuren der Weimarer Republik, ohne Computer, ohne digitale Simulation.
Das neue Schiffshebewerk Niederfinow Nord daneben brauchte 14 Jahre Bauzeit und kostete 391.6 Millionen Euro. Für dasselbe Prinzip. Das haben Weimarer Beamte in 7 Jahren geleistet.
Am 21. März 1934 eröffnete das NS-Regime ein Bauwerk, das es weder geplant noch gebaut hatte. Rudolf Hess erschien als Hitlers Vertreter. Die Arbeiter, die es gebaut hatten, standen hinter Absperrgittern. Und der Mann, dessen Patent das gesamte Antriebssystem möglich gemacht hatte, kam in der Eröffnungsbroschüre nicht vor.
Sein Name: Alfred Loebell. Reichspatentschrift 380 377. Eingereicht 1923. Das Schiffshebewerk Niederfinow läuft bis heute auf seiner Erfindung.
Schreib 1 oder Schreib 2 in den Kommentaren:
1 — Das Schiffshebewerk ist ein Beweis für die Stärke der Weimarer Republik.
2 — Die Geschichte wurde 1934 umgeschrieben, und wir merken es erst jetzt.
AKTE BAUWERK untersucht die Bauwerke, deren offizielle Geschichte nicht mit den Dokumenten übereinstimmt. Neue Folge jeden Monat.