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Fernmeldeämter ohne Fenster: Der Grund liegt im Keller

Fernmeldeamt Deutschland

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Fernmeldeämter ohne Fenster: Der Grund liegt im Keller

5 967 просмотров · 2 недели назад
Fernmeldeamt Deutschland
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Sechs Stunden ohne Stadtstrom. So lange musste ein Fernmeldeamt weiterarbeiten. Der wichtigste Raum darin hatte kein Fenster. Diese Dokumentation zeigt, warum Fernmeldeämter so gebaut wurden, wie sie gebaut wurden: warum das Kabel die Lage des Hauses bestimmte und nicht die Stadtplanung, warum der Batterieraum das ganze Gebäude prägte, was der Luftschutz ab 1935 tatsächlich veränderte und warum diese Häuser stehen blieben, als die Technik darin auf einen Bruchteil ihres Platzes schrumpfte. Ein Fernmeldeamt ist der Punkt, an dem jede einzelne Teilnehmerleitung eines Versorgungsbereichs körperlich ankommt. Die Kabel treten von unten in das Gebäude ein, im Kabelkeller, und enden am Hauptverteiler. Alles darüber ordnet sich nach Kabellänge: Verteilung, Vermittlungstechnik, Bedienungssäle, Verwaltung. Von unten nach oben sortiert nach Beweglichkeit. Für das Fernmeldeamt Trier ist eine Wähl- und Fernamtsbatterie mit 1152 Amperestunden bei 60 Volt Betriebsspannung überliefert, in Betrieb genommen am 11. Mai 1948. Die Vorgängerbatterie stammte aus dem Jahr 1929, ihre Platten waren zerfallen. Der Wiederaufbau nach 1945 lässt sich dort als Liste lesen: erst Gleichrichter, dann Vorrat, dann Ausbau. Der Luftschutz veränderte diese Bauten weniger durch Beton als durch Netzplanung. Das Luftschutzgesetz vom 26. Juni 1935 und die Durchführungsverordnungen vom 4. Mai 1937 machten Vorsorge zur Pflicht. Für die Reichspost hieß das: mehrere Kabeleinführungen, umschaltbare Leitungswege, eine Ausweichvermittlung mit eigenem Leitungsnetz. Ein Amt ist kein Tresor, sondern ein Knoten, und ein Knoten wird durch Wege geschützt. Die Digitalisierung sparte weniger Platz als die verbreitete Erzählung behauptet. Nach der Antwort der Bundesregierung vom 10. April 1990 sinkt der Flächenbedarf der reinen Vermittlungstechnik im Fernbereich um rund achtzig Prozent, im Ortsbereich um rund zwanzig. Auf die gesamte Gebäudefläche gerechnet bleiben im Ortsbereich etwa zehn Prozent Ersparnis. Die Fläche für Stromversorgung und Klimatisierung verdoppelt sich dort, die Investitionen für Klima- und Staubfilteranlagen steigen auf das Vierzehnfache. Wo die Quellen nichts hergeben, steht das im Film. Für tragende Lasten historischer Vermittlungsgeschosse, für die Klimawerte der Deutschen Bundespost und für die Zahl der zivilen Ausweichvermittlungsstellen liegen keine belegten Angaben vor. Diese Lücken werden benannt und nicht gefüllt. 00:00 Sechs Stunden und ein Haus ohne Fenster 03:49 Das Kabel kommt zuerst, dann die Räume 07:26 Warum ein Raum das ganze Haus bestimmt 10:53 Was in keiner öffentlichen Tabelle stand 14:32 Warum ein Amt seinen Ort nicht wechselt 18:23 Was ein Kontakt von der Luft verlangte 22:01 Schutz, den man nicht fotografieren kann 25:41 Wiederaufbau als Liste von Beschaffungen 29:38 Vorsorge, die kaum jemand dokumentierte 33:23 Was wirklich schrumpfte und was nicht 37:00 Die Adresse bleibt, der Rest wird neu Weitere Dokumentationen zur deutschen Fernmeldetechnik erscheinen regelmäßig auf diesem Kanal. ── Bildmaterial ── Alle historischen Aufnahmen in diesem Video stammen aus dokumentierten Archivbeständen. Bearbeitung der Archivbilder: ausschließlich digitaler Zoom und Bildausschnitte. Inhaltliche Veränderungen wurden nicht vorgenommen. Alle Quellen, Urheberangaben und Lizenzen: https://drive.google.com/file/d/1ogb4... BILDRECHTE UND KONTAKT Alle verwendeten Abbildungen wurden nach bestem Wissen aus gemeinfreien oder frei lizenzierten Quellen ausgewählt und sind oben nachgewiesen. Sollten Sie Rechteinhaber eines Bildes sein und mit der Verwendung nicht einverstanden sein, wenden Sie sich bitte an simonerdmann92@gmail.com. Das betreffende Material wird dann umgehend entfernt.