Die Briten jagten ihn vier Jahre – vergeblich | Lettow-Vorbeck
John
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Die Briten jagten ihn vier Jahre – vergeblich | Lettow-Vorbeck
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John
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Im November 1918 schweigen in Europa die Waffen. Doch im Busch von Britisch-Rhodesien marschiert eine kleine deutsche Truppe weiter, und ihr Kommandeur erfährt erst zwei Tage später vom Waffenstillstand. Dieser Mann ist Paul von Lettow-Vorbeck, Kommandeur der Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika. In unserer fünfteiligen Dokumentation erzählen wir seine Geschichte: von der Kadettenanstalt über die Schlacht von Tanga bis zum langen Marsch durch Mosambik.
Mit wenigen tausend Mann, vor allem afrikanischen Askari, führte Lettow-Vorbeck vier Jahre lang einen Kleinkrieg gegen Briten, Südafrikaner, Inder, Belgier und Portugiesen. Er versorgte seine Truppe fast ausschließlich aus erbeuteten Vorräten. Bis zum Schluss wurde er nicht entscheidend geschlagen. Nach dem Krieg feierte man ihn in Deutschland als Löwen von Afrika.
Wir zeigen aber auch die andere Seite: seine Rolle im Krieg gegen die Herero und Nama, seine Beteiligung am Kapp-Putsch und die Instrumentalisierung seines Namens durch Kolonialbewegung und NS-Propaganda. Vor allem sprechen wir über den Preis des Feldzugs: Hunderttausende Träger, Hungersnöte und zivile Opfer in Ostafrika, über die der Mythos meist schweigt.
Dieses Video entstand für den Kanal Schatten der Schlachten, Autor ist Baudouin Vercammen. Wir verurteilen nicht und verklären nicht. Wir stellen die Quellen nebeneinander und zeigen, wo sich Historiker bis heute uneinig sind. Die Zahlen aus Lettow-Vorbecks Erinnerungen geben wir als seine eigene Darstellung wieder.
Wie seht ihr ihn: als genialen Truppenführer, als Symbol eines gefährlichen Mythos oder als beides zugleich? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
Quelle 1: Paul von Lettow-Vorbeck, Meine Erinnerungen aus Ostafrika (1920). Die Erinnerungen des Kommandeurs sind die wichtigste, aber subjektive Grundlage für den Verlauf des Feldzugs.
Quelle 2: Eckard Michels, Der Held von Deutsch-Ostafrika: Paul von Lettow-Vorbeck. Ein preußischer Kolonialoffizier (2008). Die kritische wissenschaftliche Biografie behandelt Leben und Mythos.
Quelle 3: Edward Paice, Tip and Run: The Untold Tragedy of the Great War in Africa (2007). Die umfassende Darstellung des Ostafrikafeldzugs legt den Schwerpunkt auf die afrikanischen Opfer.
Quelle 4: Hew Strachan, The First World War in Africa (2004). Das Werk ordnet den Krieg in Afrika in den Gesamtkontext des Ersten Weltkriegs ein.
Quelle 5: Geoffrey Hodges, The Carrier Corps: Military Labor in the East African Campaign, 1914–1918 (1986). Die grundlegende Studie untersucht das Schicksal der afrikanischen Träger.
Quelle 6: Heinrich Schnee, Deutsch-Ostafrika im Weltkriege (1919). Der damalige Gouverneur der Kolonie schildert die Ereignisse aus seiner Sicht.
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