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Der Wartburg 355 war zu modern für die DDR

Deutsche Motorlegenden

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Der Wartburg 355 war zu modern für die DDR

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Deutsche Motorlegenden
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1968 stand im Automobilwerk Eisenach ein Auto mit Fließheck und einer Karosserie aus Polyester. Fünf Prototypen wurden gebaut. In Serie ging keiner davon. Der Wartburg 355 scheiterte nicht an der Technik. Die DDR-Staatsführung kanzelte ihn als "Auto für Playboys" ab. Doch der wichtigere Grund war unbequemer: Der Wartburg 353 war auf Jahre ausverkauft, die Wartezeiten lagen bei über einem Jahrzehnt. Es gab keinen Wettbewerber und keinen Kunden, der abwandern konnte. In einer solchen Lage kostet ein neues Modell nur Geld. Der 355 war nicht zu modern für die Straße. Er war zu modern für eine Wirtschaft, die keinen Grund hatte, besser zu werden. Dieses Video zeigt, was in Eisenach zwischen 1966 und 1988 alles fertig entwickelt und dann abgelehnt wurde: der 355 unter Leitung von Hans Fleischer, der Viertaktmotor AWE 1600 mit 82 PS von 1972, der Wartburg 360, der 760 und das RGW-Projekt 610. Bis 1988 endlich ein VW-Lizenzmotor in den 353 gepresst wurde – sechzehn Jahre nachdem die eigenen Ingenieure einen fertig erprobt hatten. #wartburg #ddr #automobilgeschichte