Oskar Sala - Frequency Shifter Frequenzumsetzer 1965/1997
Trautonist
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Oskar Sala - Frequency Shifter Frequenzumsetzer 1965/1997
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(English abstract see further below, please)
Das wohl wichtigste Effektgerät für das von Oskar Sala (*18 July 1910 † 26 February 2002) entwickelte Mixtur-Trautonium (1952) war der "Frequenzumsetzer" in Röhrentechnik. Er wurde 1965 vom Berliner Messgerätehersteller "Kamphausen GmbH" speziell für Sala konzipiert und als Einzelexemplar gebaut. Telefunken hatte lt. Sala seinerzeit die Realisation dieses Gerätes auf Grund von Rechten und Wirtschaftlichkeit als Einzelanfertigung abgelehnt. Für die Herstellung des Gerätes musste ein nicht unbedeutender, technischer Aufwand getrieben werden. Sala: "Da sind lauter Quarzfilter drin. Das war ganz schön teuer. Die Quarzfilter mußten wir einfach haben, und die gab's nicht. Die mußten sogar noch gemacht werden bei ‚Rohde & Schwarz'." [Zitat aus dem vorliegenden Video]
Der Frequenzumsetzer war in den Folgejahren Salas musikalische Visitenkarte und prägte entscheidend den Charakter seiner von ihm geschaffenen elektronischen Klänge, besonders die der rückgekoppelten, linearen Frequenzverschiebungen mit iterativer Verzögerung. Sala: "Für viele Aufgaben ist das interessant weil man da mit verhältnismäßig wenig Schritten in fremdartige Gebiete kommt, die sich dann sehr gut verwenden lassen. Also, insofern hat so ein Gerät immer dazu gehört." [Zitat aus dem vorliegenden Video]
Der Einsatz des Frequenzumsetzers ist diffizil, da er komplexe Klangstrukturen erzeugt, deren Frequenzen nicht unbedingt Harmoniegesetzen folgen. Klangkreation und Klangzerstörung liegen hier sehr eng beieinander. Im Gegensatz zu den bekannten Harmonizern, die ein Frequenzgemisch logarithmisch in der Tonhöhe nach oben oder unten transponieren können, verschiebt ein Frequenzumsetzer (engl. frequency shifter) die Harmonischen eines Klangsignals linear. Je größer diese "Verschiebung" ausfällt, desto "unharmonischer" erscheint der Klang. Obertöne werden also absolut um den gleichen Wert nach oben und/oder nach unten im Frequenzbereich versetzt und erzeugen so teils befremdliche, teils glockenartige aber auch schwebende Klangspektren. Sala: " ... bei all diesen Geräten, Vocoder und Voder und so, .. sind ja .. solche Versetzungserscheinungen drin. Aber die hier [die seines Frequenzumsetzers, Anmerk.] .. finde ich besonders gut, und das ist auch besonders fabelhaft gemacht." [Zitat aus dem vorliegenden Video]
Mit Ausnahme des beim Südwestfunk schon 1955 in Kooperation mit Siemens konzipierten Frequenzumsetzers gab es Mitte der 1960er Jahre kaum ähnliche Gerätekonzepte im Audiobereich. Dieser Gerätetyp geriet jedoch in den 1970er Jahren mit dem Bode Frequency Shifter bzw. dessen Lizenznehmer Moog und später u.a. durch "Analogue Systems", "Encore Electronics", Wowa Cwejman, Modcan, COTN oder Doepfer in den Fokus elektronischer Musik. Mittlerweile lassen sich Frequenzumsetzer-Klänge auch mit VST-basierter Software herstellen (z.B. WOK BFS-1 Frequency Shifter oder Ableton Frequency Shifter).
ABSTRACT (English):
The frequency shifter in tube technology was the predominant effects unit for the Mixtur-Trautonium (1952) designed by Oskar Sala (*18 July 1910 † 26 February 2002). It was built in 1965 especially for Sala by the Berlin measuring instruments manufacturer "Kamphausen GmbH" as a single copy. In the years following, this unit became Salas musical calling card and had a crucial impact on almost all the electronic sounds he created.
The tasteful use of the frequency shifter is rather tricky, since it creates complex sound structures which do not necessarily follow the laws of harmony and could very sudden result into clangorous noise. Here, sound creation and sound destruction are indeed very close to each other.
With the exception of the frequency shifter designed at German Südwestfunk in cooperation with Siemens in 1955, similar device concepts were hardly existing in the field of audio electronics in the mid-1960s. This type of device came into focus to a larger number of musicians of electronic music in the early 1970s with the Bode frequency shifter respectively its licensed Moog counterpart and later through devices by Analogue Systems, Encore Electronics, Wowa Cwejman, Modcan, COTN or Doepfer. Nowadays, frequency shifter sounds can be obtained via VST based software emulation (e.g. WOK BFS-1 frequency shifter or Ableton frequency shifter).
Further readings for "frequency shifter":
http://tinyurl.com/32b9xrd
http://m.matrixsynth.com/search?q=fre...
http://www.doepfer.de/a126.htm