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Yoshihide & Sachiko M & Dörner & Brandlmayr - MU38, Alter Schlachthof, Wels, Austria, 2024-11-08

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Yoshihide & Sachiko M & Dörner & Brandlmayr - MU38, Alter Schlachthof, Wels, Austria, 2024-11-08

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Yoshihide & Sachiko M & Dörner & Brandlmayr - MU38, Alter Schlachthof, Wels, Austria, 2024-11-08 Otomo Yoshihide - guitar, turntables, electronics Sachiko M - sinuswaves Axel Dörner - trumpet Martin Brandlmayr - drums, percussion A lineup that reveals one of the subtexts for this festival’s curation: the important role drummers play in the music. 13 of them appear on the Music Unlimited 38 program and, like each, Martin’s approach to time, timing, and texture in drumming is truly individual. In addition to that, the group is a showcase for Axel’s deconstruction/reconstruction of the trumpet’s musical history and, alongside Otomo and Sachiko, indicates the enormous significance Japanese artists have for the history of improvised music. Das Quartett von Otomo Yoshihide, Sachiko M, Axel Dörner und Martin Brandlmayr wurde von Otomo 2005 gegründet und trat auf Einladung Reinhard Kagers bei den Donaueschinger NOWJazz Sessions erstmals live in Erscheinung. Sechs Jahre später erschien davon der Tonträger allurements of the ellipsoid. Die vier generieren einen ruhigen, fast meditativen Sound, sei es durch die Beharrlichkeit der Stille, die das Quartett durchzieht, sei es mit der eleganten Gelassenheit, mit der sie Rhythmen wiederholen. Darüber hinaus setzen sie ihre Instrumente sehr sparsam ein, dafür aber umso präziser und erweitern das Klangspektrum durch ihre experimentellen Spielweisen. Das Quartett zeigt eindrucksvoll, wie in den Liner Notes zu lesen ist, „dass mit Geräuschen sinnvolle und zugleich sinnliche Musik gemacht werden kann. Dass sie auch etwas Unbequem Widerborstiges an sich hat, enthebt sie als zeitkritische Stimme aus ästhetizistischer Belanglosigkeit. Denn in einer Zeit der dröhnenden Events schöpft der Widerstand aus dem Leisen seine größte Kraft“. Otomo Yoshihide zählt zu den Pionieren der elektroakustischen Improvisationsszene, ist Produzent sowie genreübergreifender Musikschaffender von freier Improvisation, Noise und Pop. Bekannt wurde er in den 1990er-Jahren mit der Band Ground Zero. Als diese sich 1998 auflöste, veränderte sich auch Yoshihides Sound deutlich, Einfachheit und Textur folgten auf Dynamik und instrumentale Virtuosität. Otomo war Kurator des Programms von unlimited 13 im Jahr 1999. Sachiko M vom experimentellen Elektronikduo Filament spielte einige Jahre ebenfalls bei Ground Zero und war am zerhackten, „plunderphonischen“ (was so viel bedeutet wie „plagiatorisch“) Sound der Gruppe mitbeteiligt. Ihr Album Sine Wave solo (2000) gilt bis heute als Referenzwerk, ihr Schwerpunkt liegt in Sinuswellenmusik. Sie setzt dazu elektronische Instrumente zur Erzeugung von Testton-Signalen (Sinuswellen) ein. Der österreichische Perkussionist und Komponist Martin Brandlmayr, mit seiner subtilen Perkussion und seinen besonderen Rhythmus-Konstruktionen, ist hierzulande vor allem bekannt als Bandmitglied der Wiener Post-Rock-Band Radian. Neben seinen Solo-Performances spielt er in Ensembles wie Trapist, sowie mit Künstler:innen wie Tony Buck, John Butcher, dieb13, Christian Fennesz, Elisabeth Harnik, Didi Kern, Christof Kurzmann. Axel Dörner aus Deutschland wiederum ist in der Jazztradition (etwa mit der Einspielung des Gesamtwerks Thelonious Monks in der Band Die Enttäuschung) ebenso präsent wie in der freien, experimentellen Improvisationsszene und im Free Jazz. Er hat einen eigenen Stil des Trompetenspiels entwickelt, außerdem spielt er auf einer der seltenen Firebird-Trompeten mit den üblichen drei Ventilen und einem zusätzlichen Handzug, ähnlich wie bei einer Sopranposaune. 2006 erhielt er den SWR-Jazzpreis.