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Philosophie lernen mit Husserl - Husserls Phänomenologie. Eine revolutionäre Denkmethode

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Philosophie lernen mit Husserl - Husserls Phänomenologie. Eine revolutionäre Denkmethode

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„Bloße Tatsachenwissenschaften führen dazu, dass die Menschen zu bloßen Tatsachenmenschen werden, die sich von den höchsten und letzten Fragen einer echten Menschheit abwenden.“ Husserl schrieb diesen Satz in einer Zeit der Extreme, die den Aufschwung Europas um 1900 hervorbrachte, bahnbrechende Technologien, aber auch die Katastrophe des 1. Weltkriegs und Klassenkämpfe. Mit Tatsachenwissenschaften meint Husserl die empirischen Natur- und Einzelwissenschaften: Physik, Biologie, Psychologie usw. Sie fragen nach Tatsachen: wie schnell fällt ein Körper, welche neuronalen Prozesse begleiten eine Wahrnehmung …Husserl stellt diese Erkenntnisse nicht in Abrede, er hält sie für wichtig. Diese Tatsachenwissenschaften erklären den Menschen als „empirisches Objekt“ und laufen dabei Gefahr, den Menschen selbst zu einem bloßen Tatsachenobjekt zu machen und Fragen nach Sinn, Freiheit, Wahrheit und einem guten Leben aus dem Blick zu verlieren. Husserls Methode der „Phänomenologie“ will hinter fertige wissenschaftliche Erklärungen zurückgehen. Denn die Wissenschaft produziert zwar eine Menge an Fakten und Erkenntnissen, ohne sich über den Ursprung dieser Fakten Gedanken zu machen. Husserl versucht genau dieses Geheimnis zu lüften. Zunächst eine Übersicht: B Wir gehen von dem Problem aus, das Husserl in den Wissenschaften ausmachte, um dann schrittweise seine wirklich ausgeklügelte Methode kennenzulernen: die Phänomenologie. 1. Krisis der Wissenschaften 2. Ändere die Sichtweise: bewusst Sehen. 3. Anatomie des Bewusstseins 4. Die Produktion von Sinn 5. Die Lebenswelt und der Andere 1. Krisis der Wissenschaft Die Naturwissenschaften produzieren immer mehr objektive Tatsachen, verlieren aber immer mehr den Bezug zu der Frage, was diese Erkenntnisse für den Menschen bedeuten. Die Ursache der Krise liegt für Husserl darin, dass die Wissenschaft ihre eigene Voraussetzung vergessen hat: die Lebenswelt, in der wissenschaftliche Erkenntnis überhaupt erst entstehen kann. Anders gesagt: was ist verloren gegangen, wenn Wissenschaft nur noch Tatsachen betrachtet? Hier beginnt die phänomenologische Methode.