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Der Kanadier lachte über den deutschen Zapfen – vier Tage später sagte er kein Wort mehr

destorygerman

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Der Kanadier lachte über den deutschen Zapfen – vier Tage später sagte er kein Wort mehr

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destorygerman
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Saskatchewan, September 1944. Mitten in der Weizenernte reißt im Dachstuhl einer Scheune eine tragende Balkenverbindung auf — genau an der Stelle, an der zwei Jahre zuvor ein stählerner Winkel angeschraubt worden war. Der Farmer hält die Idee, das beschädigte Holz mit einem von Hand geschlagenen Zapfen zu reparieren, für lächerlich. Ein Kriegsgefangener, Sohn eines Zimmermeisters aus dem Odenwald, sieht sich die Bruchstelle an und greift nach Stechbeitel und Klüpfel. Ein heraufziehender früher Kälteeinbruch lässt keine Zeit für einen Neubau. Was folgt, ist ein Wettlauf gegen den Frost — und die Frage, ob eine über vierhundert Jahre alte Technik zuverlässiger sein kann als jede moderne Abkürzung. Historischer Rahmen: Die Region um Rosthern im Saskatchewan Valley wurde ab den 1890er Jahren von mennonitischen Siedlern aus Westpreußen und Russland besiedelt. Deutsche Kriegsgefangene kamen ab 1944 im Rahmen des kanadischen Farm Labour Project in saisonalen Sommerlagern in der Prärie unter und wurden zur Erntearbeit auf umliegenden Farmen eingesetzt.