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Vom Fjord ins Fjell: Rallarvegen Graveltour

Markus Stephan

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Vom Fjord ins Fjell: Rallarvegen Graveltour

14 просмотров · 1 дн. назад
Markus Stephan
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Rallarvegen Der Rallarvegen ist Norwegens berühmtester und spektakulärster Radweg. Hier sind die wichtigsten Fakten kurz zusammengefasst: Der Ursprung: Der Name leitet sich von den „Rallarn“ ab – den Wanderarbeitern, die um das Jahr 1900 die legendäre Bergen-Bahnlinie (Bergensbanen) von Oslo nach Bergen von Hand erbauten. Der Weg wurde als Transport- und Versorgungsweg angelegt. Die Strecke: Er führt über knapp 80 Kilometer (im Original von Haugastøl über Finse nach Flåm) einmal quer durch die raue, hochalpine Bergwelt der Hardangervidda. Die Landschaft: Die Route gilt als einzigartig, weil sie auf kurzer Distanz extreme Kontraste bietet – sie startet in der kargen, arktischen Hochebene auf über 1.300 Metern vorbei an Gletschern und Seen und stürzt am Ende spektakulär hinab in das üppig grüne Flåmsdalen direkt bis an den Aurlandsfjord (Meereshöhe). Heute: Der Rallarvegen ist eine reine, autofreie Natur- und Schotterstraße und gilt heute als das ultimative Abenteuer für Gravelbiker, Mountainbiker und Tourenradler. Meine Tour startet in Flåm, direkt am Ufer des Aurlandsfjords. Während im Hafen die gigantischen Kreuzfahrtschiffe vor Anker liegen, klicke ich die Pedale ein. Vor mir liegen über 90 Kilometer pure Wildnis und 1.800 Höhenmeter – komplett aus eigener Kraft. Da im Zug für eine Rückfahrt von Haugastøl kein Platz mehr war, habe ich beschlossen am höchsten Punkt des Rallarvegen kurz vor Finse umzudrehen. Das Abenteuer beginnt. Die ersten Kilometer führen hinein ins spektakuläre Flåmsdalen. Eine Kulisse wie aus dem Bilderbuch: tiefgrüne Fjordlandschaft, tosende Wasserfälle und die Schienen der berühmten Flåmsbana, die immer wieder in Sichtweite auftaucht. Der Weg schlängelt sich über historische Holzbrücken und vorbei an tiefen Tunneln. Noch rollt es leicht, aber die Wand kommt näher. Dann stehe ich vor dem epischen Uphill: Kårdalsvingene. Die berühmten Serpentinen des Rallarvegens. 21 brutal steile Haarnadelkurven auf losem Schotter, die sich mit einer extremen Steigrate von teils über 18 % die Felswand hinaufziehen. Ein absoluter Wadentreter auf dem Gravelbike. Oben angekommen blicke ich zurück ins Tal – und bestaune die Mutigen, die sich hier nebenan an der Flåm Zipline in die Tiefe stürzen. Weiter geht es, hinein in eine völlig andere Welt: das Fjell. Die Bäume verschwinden, die Landschaft wird rau, arktisch und unendlich weit. Ich fahre vorbei an tiefblauen Bergseen, schmelzenden Wasserfällen und über uralte, von Hand aufgeschichtete Wegbefestigungen der Bahnarbeiter. Das Dach von Norwegen liegt vor mir. Ich erreiche die Ausläufer der legendären Hardangervidda. Der Blick öffnet sich auf majestätische, schneebedeckte Gipfel und die ewige Eiskappe des Hardangerjøkulen-Gletschers. Plötzlich kreuzt die legendäre Bergensbane – die Bahnlinie zwischen Oslo und Bergen – meinen Weg. Es folgt ein Abenteuer im Abenteuer: die Durchquerung der unbeleuchteten, eiskalten Tunnel, in denen man die Hand vor Augen nicht sieht. Und dann ist es geschafft: der höchste Punkt ist erreicht. Umkehren. Kette rechts. Jetzt zeigt sich die Strecke aus einer völlig neuen Perspektive. Was im Uphill Qual war, wird jetzt zum puren Adrenalinkick. Eine pfeilschnelle Abfahrt zurück zum Fjord. Auf der Hochebene fliege ich im Dauertempo mit 30 bis 40 km/h über den Schotter. Je weiter es nach unten geht und je glatter der Asphalt wird, desto schneller wird der Rausch – ein Highspeed-Finale zurück nach Flåm. 92 Kilometer und 1800hm (davon 1300hm an einem Stück) für die Strava Statistik