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Skitourengehen für Anfänger: Mit diesen Tipps gelingt deine erste Skitour

marlenesleben

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Skitourengehen für Anfänger: Mit diesen Tipps gelingt deine erste Skitour

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marlenesleben
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Im Gespräch mit Bergführer Wolfgang Pohl vom Deutschen Skilehrerverband unterhalte ich mich über die richtige Ausrüstung sowie über Gefahren, die auf und abseits der Piste warten. Bist du schon mal eine Skitour gegangen? Wenn ja, wie findest du dieses Sportart? Schreib mir das gerne in die Kommentare! Kapitel: 00:00 - Intro 00:48 - Ski + Bindung 03:22 - Tourenskischuhe 04:38 - Teleskopstöcke 05:15 - Kleidung 06:06 - Lawinen 08:04 - Tourenplanung 09:19 - Pistentour 10:27 - Naturschutz Ein Skitourenski ist deutlich leichter als ein klassischer Alpinski, den man auf der Piste zum Abfahren verwendet. Außerdem ist er breiter. Damit sorgt er für Auftrieb im Tiefschnee. Besonders ist auch die Bindung. Auf dem Ski, den Wolfgang zeigt, ist eine sogenannte Pin--Bindung montiert. Die ermöglicht beim Aufstieg Fersenfreiheit. Zum Abfahren könnt ihr die Bindung umstellen. Dann wird auch die Ferse fixiert. Zum Aufsteigen benötigt ihr außerdem noch Felle. Die kleben auf dem Belag und werden zusätzlich für optimalen Halt noch über die komplette Skifläche gespannt. Dazu fixiert ihr das Fell zuerst auf der einen Seite des Skis und spannt es über den Belag bis nach hinten. Wichtig ist, dass ihr es exakt zwischen die Kanten legt. Wenn man drüber streicht, kann man schon sehr gut sehen, in welche Richtung das Fell beim Aufsteigen blockiert. Im eisigen Gelände reicht ein Fell aber häufig nicht aus. Für besseren Halt solltet ihr noch sogenannte Harscheisen mitnehmen. Das ist eine Art Steigeisen für Ski. Dieses Eisen gräbt sich dann in die Schneeschicht ein. Auch der Skitourenschuh unterscheidet sich vom klassischen Skischuh. Der Schuh hat eine Pinaufnahme vorne, damit er in die Bindung passt und eine Walk-Funktion für mehr Freiheit beim Gehen. Dadurch könnt ihr größere Schritte machen. Zum Abfahren kann die Walk-Funktion eingerastet werden, um einen festen Halt zu ermöglichen. Bei den Stöcken eignen sich höhenverstellbare Stöcke. So könnt ihr auch in Querungen einen länger einstellen als den anderen, um euch gleichmäßig abzustützen. Und falls ihr die Stöcke mal wegpacken müsst, zum Beispiel auf den letzten Metern vor einem Gipfel, um die Hände zur Hilfe zu nehmen, könnt ihr sie klein machen und am oder im Rucksack verstauen. Auch bei der Kleidung solltet ihr nicht zwangsläufig auf die normale Ski-Alpin-Kleidung zurückgreifen. Klassische Skijacken sind meist gefüttert. Das ist im Aufstieg häufig zu warm. Vielmehr solltet ihr deshalb wie bei sommerlichen Bergtouren vielmehr auf das Lagenprinzip zurückgreifen. So könnt ihr je nach gewünschter Thermoregulation variieren. Auch Wechselkleidung ist ratsam. Wer sich im Skitourengehen abseits der Piste versuchen möchte, muss auch die Notfallausrüstung einpacken. Die besteht aus LVS-Gerät, Schaufel und Sonde. Wichtig ist diese Ausrüstung für den Fall eines Lawinenabgangs. Mit dem Lawinenverschüttetensuchgerät kann ein Verschütteter von anderen Teilnehmern der Gruppe geortete werden. Wichtig ist, dass jedes Mitglied der Gruppe über die Notfallausrüstung verfügt. Die Sonde ist ein langer Stab, der auch in einer dicken Schneeschicht den genauen Punkt der Person bestimmen soll, sobald er durch das LVS-Gerät geortet wurde. Danach wird der Verschüttete mit der Schaufel so schnell es geht ausgegraben. Hier geht es teilweise um Sekunden. Um den richtigen Umgang mit der Ausrüstung zu trainieren empfiehlt sich dringend ein entsprechender Kurs. Dazu gibt es auch kostenlose Angebote. Damit die Lawinengefahr minimiert werden kann, ist eine gute Tourenvorbereitung wichtig. Dazu gehört zum Beispiel das Lesen und Verstehen des aktuellen Lawinenlageberichts. Da gibt es fünf Lawinengefahrenstufen. 1 = gering, 5 = sehr groß. Skitouren sollte man nur bis Stufe 3 gehen. 3 = erheblich. Auch bei Skitouren im Skigebiet gibt es einiges zu beachten. Loslegen darf man nur, wenn die Pisten freigegeben sind. Sobald die Pisten gesperrt sind, weil Pistenpräparierungsgeräte im Einsatz sind, ist es extrem gefährlich. Das liegt an den Pistenraupen. Die sind teilweise an Seilwinden gesichert. Und das stellt eine Gefahr dar. Wer auf einer freigegebenen Piste aufsteigt, sollte am Pistenrand aufsteigen. Prinzipiell dürft ihr übrigens überall aufsteigen, sofern es nicht explizit gesperrt ist. Aber gerade in Waldgebieten solltet ihr euch rücksichtsvoll verhalten oder sie im besten Fall vermeiden. Denn dort lebt Wild, das im Winter durch den Futtermangel und die Kälte eh schon geschwächt ist. Gerade bei Dämmerung sollten die Tiere nicht durch leistungsstarke Stirnlampen oder unnötigen Lärm aufgeschreckt werden. Hat euch das Video gefallen, dann zeigt uns das gerne durch einen Daumen nach oben & drückt sofort auf Abonnieren, um nichts mehr zu verpassen. :)