DAS SOWJETISCHE U-BOOT, DAS SCHNELLER ALS TORPEDOS WAR – UND WARUM DIE MARINE ES AUFGAB
Sowjetische Baupläne
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DAS SOWJETISCHE U-BOOT, DAS SCHNELLER ALS TORPEDOS WAR – UND WARUM DIE MARINE ES AUFGAB
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Sowjetische Baupläne
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Ende der neunziger Jahre entdeckten amerikanische Marinegeheimdienste ein sowjetisches U-Boot, das sich mit zweiundvierzig Knoten bewegte – schneller als jeder Zerstörer, schneller als die meisten Torpedos der NATO. Die Analysten in Washington waren fassungslos. Das Boot hieß offiziell Projekt sechshunderteinundsechzig, die NATO nannte es Papa-Klasse, doch in der sowjetischen Marine erhielt es einen anderen Namen: Goldfisch. Nicht wegen seiner Schönheit, sondern wegen seines Preises. Dieses U-Boot sollte das strategische Problem des Kalten Krieges lösen – amerikanische Flugzeugträger jagen, die mit dreiunddreißig Knoten über die Weltmeere fuhren. Die Sowjetunion baute einen Druckkörper aus reinem Titan, installierte achtzigtausend Wellenpferdestärken und jagte das Boot auf einen Weltrekord: vierundvierzig Komma sieben Knoten unter Wasser. Doch bei dieser Geschwindigkeit geschah etwas Unerwartetes. Das Wasser begann zu kochen, nicht durch Hitze, sondern durch Kavitation. Das U-Boot wurde zur lautesten Maschine im Ozean – blind, taub und für jeden amerikanischen Horchposten hörbar. Warum wurde aus diesem technischen Wunder niemals eine ganze Flotte? Warum blieb die K-Zweihundertzweiundzwanzig die einzige ihrer Art? Die Antwort liegt in der brutalsten Lektion des Kalten Krieges: Geschwindigkeit allein gewinnt keine Schlachten.
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