Würzburg (WÜ) Die fünf Glocken der Pfarrkirche Sankt Josef in Grombühl (Turmaufnahme)
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Ein mächtiges fünfstimmiges Glockengeläute läutet vom hohen Turm der zweitgrößten Kirche Würzburgs, der katholischen Josefskirche im Stadtteil Grombühl. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden 1955 als Ersatz für das Vorgängergeläute, welches in der Etage über dem jetzigen Glockenstuhl hing, fünf Glocken bei der Glockengießerei Otto in Bremen-Hemelingen in Auftrag gegeben. Es wurde ein harmonisches Meisterwerk nach Würzburg ausgeliefert. Die einzelnen Glocken treffen exakt den vorgesehenen Ton und ergebeb somit ohne Verschiebung der Halbtonsechzehntel eines der Vorzeigegeläute Würzburgs. Zur Verbesserung des Klanges und der statischen Schwingungen wurde vor einigen Jahren abrundend ein Holzglockenstuhl eingebaut. Alle Glocken läuten recht hoch und können somit ihr volles Klangpotenzial entfalten. Das Geläute tönt laut und mächtig vom Turm und vor allem die große Glocke (welche am Anfang des Videos solistisch zu sehen und zu hören ist) hat ordentlich Kraft und überzeugt den Zuhörer auf ganzer Linie.
Gl. 1 | Christkönig | cis' | 2300 kg | Glockengießerei Otto, Bremen (1955)
Gl. 2 | Maria | e' | 1400 kg | Glockengießerei Otto, Bremen (1955)
Gl. 3 | Josef | fis' | 1000 kg | Glockengießerei Otto, Bremen (1955)
Gl. 4 | Kilian | gis' | 700 kg | Glockengießerei Otto, Bremen (1955)
Gl. 5 | Michael | h' | 400 kg | Glockengießerei Otto, Bremen (1955)
Nach mehreren Jahren Planung konnte 1903 der Grundstein für die Pfarrkirche in Grombühl gemacht werden. In nur etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit konnte der flächenmäßig zweitgrößte Würzburger Kirchenbau schließlich im Jahr 1905 eingeweiht werden. Die Innenausstattung wurde bis 1909 noch vervollständigt. Bei der Zerstörung Würzburgs wurden Langhaus und Turm stark in Mittleidenschaft gezogen, das Chorgewölbe blieb jedoch erhalten. Bis 1951 wurde das Gewölbe wieder eingezogen und der Turmhelm aufgesetzt.
Die Länge der Kirche beträgt stolze 65 Meter, der Turm ist 52 Meter hoch.
Vielen Dank dem Pfarradministrator Klaus Oehrlein für die freundliche Ermöglichung der Aufnahme und des gesonderten Läutens.