Перейти к содержимому

Steine aus Nittenau – unterwegs mit 61431/ 61420 zwischen (Schwandorf -) Bodenwöhr Nord und Nittenau

Jochen Pursche's Rock'n'Rail Channel

0:00 / 0:00

Steine aus Nittenau – unterwegs mit 61431/ 61420 zwischen (Schwandorf -) Bodenwöhr Nord und Nittenau

1 052 просмотра · 1 год назад
Jochen Pursche's Rock'n'Rail Channel
12,7 тыс. подписчиков
1 052 просмотра · 1 год назад
Es ist eine der herausragenden Eisenbahn-Erinnerungen des Autors, die Teilnahme an der kompletten Schicht der Übergabe von Schwandorf nach Nittenau im Februar 2001. Dies geschah natürlich nicht 'illegal', sondern nach ordnungsgemäßer vorheriger Anmeldung und Genehmigung. Anders wäre es auch gar nicht möglich gewesen, von Schwandorf aus mitzufahren und dort sogar in den Gleisanlagen zu filmen. Die knapp 11 km lange Nebenbahn Bodenwöhr Nord (bis ca 1940 Bodenwöhr Bahnhof) nach Nittenau wurde am 05. November 1907 eröffnet, um die Flecken Bruck und Nittenau an das Schienennetz anzuschließen. Der Schotter spielte damals noch keine herausragende Rolle, dafür gab es aber die Hütte Bodenwöhr am Haltepunkt Bodenwöhr Ort (der später auch in Bodenwöhr Hütte umbenannt wurde), und ein (sicher auch erst später errichtetes) Spanplattenwerk in Nittenau. Diese waren neben dem allgemeinen Frachtaufkommen die Säulen des Güterverkehrs. Die Hütte schloß nach jahrhundertealter Tradition 1971, damit ging auch der Anschluß verloren. Ein Glücksumstand war jedoch, daß sich wenige Jahre später in Nittenau die Schotterverladung etablierte. Diese sollte sämtlichen anderen Güterverkehr der Strecke überleben nund hält diese bis heute am Leben. Der Reiseverkehr war eher spärlich, es gab über all die Jahre beinahe unverändert 3 Zugpaare, früh, mittags und spät nachmittags. Das ging gut, solange die Eisenbahn nahezu alternativlos war, man 'Zeit hatte' und sich auf die Zugzeiten einstellte. Doch dann kam in den 1950ern die Zeit des 'Wirtschaftswunders' mit der rasant ansteigenden Individual-Motorisierung. Und noch dazu kam man auf der Straße viel schneller - und kürzer - nach Regensburg, Schwandorf und Cham, als auf dem Umweg über Bodenwöhr. Das machte dem Reiseverkehr massiv zu schaffen, und er wurde schließlich schon sehr früh, am 22.05.1955, eingestellt. Im Jahr 2000 endete die Bedienung des Spanplattenwerks, der Schotterverkehr war nun allein noch geblieben. Schotterverkehr ist jedoch stark saisonabhängig, je nachdem, wo gerade Baustellen Bedarf haben. Es gibt massive Stoß-, aber auch lange Flautezeiten. So sah die Strecke manchmal wochenlang keinen Zug, wenn gerade kein Bedarf an Schotter vorlag. In dieser Angelegenheit trat jedoch später eine gewisse Kontinuität ein, vermutlich, weil mehrere Kunden auf Nittenauer Schotter zugriffen und nun auch verschiedene EVU auf die Strecke kamen. In den 2000er Jahren trat die Gemeinde Nittenau mit Plänen an die Öffentlichkeit, die von Norden her parallel zur Bahn verlaufende Straße umzugestalten, u.a. einen Kreisverkehr anzulegen. Die Bahn war im Weg. Man forcierte das Anlegen einer neuen Schotterverladestelle außerhalb des Ortes, bei km 8,4. Diese wurde 2002 in Betrieb genommen. Doch weiterhin mußte der Bahnhof zum Umfahren des Zuges angefahren werden, bis 2012 in Höhe der neuen Verladestelle ein Umfahrgleis in Betrieb ging, was diese Fahrten in den alten Bahnhof überflüssig machte. Seitdem ist dies der 'neue' Bahnhof Nittenau und der Restabschnitt bis in den Ort ist inzwischen Radweg. Das Video endet mit ein paar Aufnahmen von einer IBSE-Sonderfahrt durch Bayern im Oktober 2004, auf der die Nittenauer Strecke nochmals besucht wurde. Gute Fahrt nun auf der Übergabe nach Nittenau! "Alltag am Schienenstrang" - so kann man es bezeichnen, und auch der Spaß kommt dabei nicht zu kurz. Ein unterhaltsamer Einblick ins "tägliche Geschäft". Rund um den betriebsamen Bahnhof Schwandorf kann man es auch heute noch erleben. Daten aus Wikipedia, Reichsbahn-Kursbücher Sommer 1936 und Sommer 1940 (im Besitz des Autors).