Miscanthus statt Getreide: Elefantengras als lukrative Biomasse | Unser Land | BR
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Lohnunternehmerin Elke Gültner aus Mitterteich im Landkreis Tirschenreuth setzt auf Miscanthus Giganteus, weil das Süßgras als nachwachsender Rohstoff jahrzehntelang Ertrag bringt und vielseitig nutzbar ist. Aber die Pflanzung kostet rund 6000 Euro pro Hektar und das erfordert auch neue Wege in der Vermarktung.
Auf Feldern nahe Franzensbad in Tschechien erntet das landwirtschaftliche Lohnunternehmen mit einem 650-PS-Häcksler Miscanthus, der bis zu vier Meter hoch wächst, ohne chemischen Pflanzenschutz auskommt und als Biomasse rund 18 Tonnen pro Hektar liefert. Aus den gehäckselten Halmen entstehen Pellets, die als Brennstoff, staubarme Einstreu für Pferde, als Katzenstreu oder als kompostierbares Abdeckmaterial im Garten eingesetzt werden können.
Gemeinsam mit Familie und Genossenschaft bewirtschaftet Elke Gültner bereits 250 Hektar Miscanthus und prüft, ob sich weitere Flächen lohnen – als Baustein für eine nachhaltige Landwirtschaft mit höherer Wertschöpfung als klassischer Getreideanbau.
Autor: Ulrich Detsch
Aus der Sendung vom 12.06.2026.
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