Tagebuch vom 24.8.2026 U-Boot Bunker Valentin - Ein Denkort und Mahnmal
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Tagebuch vom 24.8.2026 U-Boot Bunker Valentin - Ein Denkort und Mahnmal
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Beim Bau des Bunker Valentin starben nach offiziellen Angaben der heutigen Gedenkstätte mindestens 1.600 Zwangsarbeiter.Die genaue Gesamtzahl lässt sich historisch schwer lückenlos beziffern. Je nach Zählweise und Berücksichtigung von Spätfolgen (wie Todesfällen auf den Evakuierungsmärschen kurz vor Kriegsende) reichen Schätzungen in der Forschung von 1.100 bis zu 6.000 Opfern.
Unter den Opfern waren sowjetische Kriegsgefangene, KZ-Häftlinge (vor allem aus dem KZ-Außenlager Bremen-Farge des KZ Neuengamme), Insassen eines „Arbeitserziehungslagers“ sowie zivile Zwangsarbeiter aus ganz Europa.
Der Bunker Valentin wurde als bombensichere Fabrikhalle für die Endmontage von U-Booten errichtet. Im Inneren sollte das damals modernste deutsche U-Boot, der Typ XXI, in Massenproduktion vom Band laufen. Die Boote sollten nicht von Grund auf im Bunker gebaut werden. Stattdessen sollten acht bzw. neun einzelne Schiffssegmente (Sektionen) von verschiedenen Werften im Landesinneren (u. a. aus Hamburg und Danzig) vorgefertigt und per Schiff über die Weser angeliefert werden.
Geplant war eine hoher Taktrate. Alle 56 Stunden (bzw. alle zwei Tage) sollte ein fertiges U-Boot die Schleuse verlassen – das entsprach rund 14 Booten pro Monat.
Am Ende der Produktionsstraße befand sich ein Wasserbecken im Bunker. Nach einem kurzen Funktionstest sollten die Boote durch ein Schleusentor direkt in die Weser ausfahren und einsatzbereit Richtung Nordsee auslaufen.
Es gab einen Baustopp im März 1945. Der Bunker war zu 85 bis 95 Prozent fertiggestellt. Es wurde nie ein U-Boot fertiggestellt oder zu Wasser gelassen. Massive Bombenangriffe der britischen Royal Air Force mit Spezialbomben (wie der 10 Tonnen schweren "Grand Slam") durchschlugen die Decke und stoppten das Vorhaben endgültig.
Maße:
Der U-Boot-Bunker Valentin in Bremen-Farge ist rund 419 bis 426 Meter lang, an der Ostseite 67 Meter und an der Westseite 97 Meter breit. Die Außenhöhe beträgt bis zu 33 Meter. Er hat eine Grundfläche von über 35.000 Quadratmetern und einen umbauten Raum von ca. 520.000 Kubikmetern.
Wand- und Deckenstärke: Regelmäßig 4,5 Meter Stahlbeton, teils durch Zerschellerschichten auf bis zu 7 Meter verstärkt.
Eingesetzte Baustoffe:
Kies und Sand: Etwa 1.000.000 Tonnen
Zement: Rund 132.000 Tonnen
Stahl (Bewehrung/Armierung): Zwischen 20.000 und 27.000 Tonnen
In der Hauptbauphase zwischen Juli und November 1944 wurden monatlich rund 60.000 Kubikmeter Beton verarbeitet. Die Ruine ist nach dem U-Boot-Bunker in Brest der zweitgrößte Bunker Europas.
Nutzung nach dem Krieg
In den 1950er Jahren wurde kurzzeitig erwogen, den massiven Bunker als Schutzhülle für einen frühen Atomreaktor zu nutzen, was jedoch schnell verworfen wurde.
Die Bundeswehr nutzte einen Teil des Bunkers von 1960 bis 2010 als Materialdepot.
Stand der Daten: 24.08.2026, Video Nr. 0472
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