Jagdschloss Granitz / Insel Rügen
Roger´s droneshots
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Jagdschloss Granitz / Insel Rügen
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Das Jagdschloss Granitz befindet sich auf der Insel Rügen auf einem mit Buchen bewaldeten Berg bei Binz in wunderschöner Lage unweit des Ostseestrandes.
Bereits 1807 war Wilhelm Malte I. zu Putbus (1783–1854) von Gustav IV. Adolf von Schweden in den schwedischen Fürstenstand erhoben worden. Seit etwa 1830 hegte er Pläne zur Errichtung eines Jagdschlosses auf dem Tempelberg. Der Fürst hatte sich zwar Anfang der 1830er Jahre schon einige Entwürfe für den gedachten Neubau vorlegen lassen, doch so recht zündend war offensichtlich keine dieser Zeichnungen. Daher bat er wohl den Kronprinzen Friedrich Wilhelm IV., seine Idee zu Papier zu bringen und dessen überlieferte Skizze von 1830 zeigt im Grunde genommen jenen Bau, der heute die Krone Rügens ist.
Wilhem Malte zu Putbus beauftragte zunächst den an der Berliner Bauakademie ausgebildeten Johann Gottfried Steinmeyer, der mit Karl Friedrich Schinkel Italien bereist hatte. Steinmeyer knüpfte an den Entwurf des Kronprinzen mit vier runden Ecktürme an, ohne jedoch zunächst den großen mittleren Turm zu übernehmen. Ende der 1830er Jahre bat der Fürst Schinkel, dem vertrauten Staatsarchitekten des Kronprinzen, die Pläne zu überarbeiten. Schinkel sah einen annähernd quadratischen Grundriss für das Jagdschloss vor und griff wieder auf dem Mittelturm zurück, für den er eine aufwändige Treppe plante. Da fast nur in den Sommermonaten gearbeitet wurde, zog sich der Bau des Schlosses im Stil der norditalienischen Renaissancekastelle von 1837 bis 1846 relativ lange hin. Die prätentiöse Innengestaltung dauerte noch länger und schließlich kostete der „Luxusbau“ fast 100.000 Taler.
Es war einst ein beliebtes Reiseziel europäischer Adliger und Prominenter; so zählten Friedrich Wilhelm IV., Christian VIII., Otto von Bismarck sowie Elizabeth von Arnim und Johann Jacob Grümbke zu den Besuchern.