Ulmer Münster: c', Große Betglocke (vor der Restaurierung)
Landfeuerglocke
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Ulmer Münster: c', Große Betglocke (vor der Restaurierung)
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Landfeuerglocke
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Das Video zeigt einen Ausschnitt des Mittagsläutens 12 Uhr im Evangelischen Münster zu Ulm mit der Großen Betglocke im Zustand vor der Restaurierung. Schlagring und die gesamte Glockenkrone waren hier noch dringend restaurationsbedürftig.
Mit einem Alter von heute 557 Jahren ist die Große Betglocke die zweitälteste nach der Landfeuerglocke im Bestand des liturgischen Gesamtgeläutes.
In der Zeit zwischen 2008 und 2009 wurde die Große Betglocke umfangreich restauriert: Gebrochene Kronenbügel hatten schon lange Zeit vorher ein Durchbohren der Haube erfordert, um mit zusätzlichen Hangeisen die Glocke am Joch zu befestigen. Schließlich wurde eine komplett neue Krone mit Haube gegossen und von der Firma Lachenmayer in Nördlingen eingeschweißt. Sämtliche Ausschlagstellen sind restauriert worden. ‒ Die Videoverlinkung vermittelt einen Eindruck, wie die Glocke seit der Restaurierung klingt.
Seit 2009 läutet die Große Betglocke wieder täglich von Montag bis Samstag immer mittags 12 Uhr zum Friedensgebet sowie während des Vaterunsers in Haupt- und Abendgottesdiensten.(Entgegen jeglicher Fehlinformationen in der erwerbbaren Glocken-und-Orgeln-CD sowie der davon übernommenen Fehler auf der Ausstellungstafel im Münster läutet die Große Betglocke montags bis samstags 12 Uhr, NICHT die Dominica.)
Zu jeweils 90° versetzt sind im Mittelteil der Flanke vier Crucifices mit der
Überschrift ananısapta in gotischen Minuskeln. Seitlich nach rechts versetzt über dem nach Norden ausgerichteten Crucifixus sind zudem in gotischen
Minuskeln anodomnımcccclıııı [ANNO DOMINI MCCCCLIIII] zu lesen.
Sonstige Angaben:
‒ Schlagton: c′ ‒5
‒ Masse: ≈ 3.800 kg
‒ Rippenkonstruktion: überschwer
‒ Rippentyp: Moll-Oktav-Rippe
‒ Gießer: Ernst Eger, Reutlingen
‒ Gussjahr: 1454
‒ Inschrift (Schulter), in gotischen Minuskeln: dvrch † vnser † fowen † ere † lvt † man † mıch † hans † eger † von † rvtlıngen † gos † mıch † lvcas † marcvs † mathevs † ıohannes +
‒ Inschrift (Flanke), in gotischen Minuskeln: anodomnımcccclıııı
‒ Reliëfs: jeweils zu 90° auf der Flanke versetzt ein Crucifix, darüber steht jeweils in gotischen Minuskeln: ananısapta