Gelähmte Hand, fünf Jahre Gefangenschaft: Der Soldat, der Don Quijote schrieb – Miguel de Cervantes
Legendäre Lebenswege
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Gelähmte Hand, fünf Jahre Gefangenschaft: Der Soldat, der Don Quijote schrieb – Miguel de Cervantes
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Er schrieb Don Quijote – doch zuvor verlor Miguel de Cervantes fast alles: seine Gesundheit, seine Freiheit und fünf Jahre seines Lebens.
Diese Dokumentation erzählt die wahre, außergewöhnliche Geschichte hinter einem der größten Autoren der Weltliteratur.
00:00 Cervantes’ letzte Tage in Madrid
02:04 Kindheit, Familie und Schulden
08:31 Córdoba, Sevilla und die Liebe zu Büchern
12:14 Der junge Dichter und ein rätselhafter Haftbefehl
18:02 Flucht nach Italien und Dienst in Rom
21:28 Soldat im spanischen Heer
24:36 Lepanto: Drei Kugeln und die verlorene Hand
30:43 Gefangenschaft in Algier und Fluchtversuche
42:24 500 Escudos: Die Freiheit nach fünf Jahren
46:07 Ehe, Theater und Rivalität mit Lope de Vega
50:06 Königsdienst, Amerika-Gesuch und Gefängnis
56:56 Don Quijote wird zum Welterfolg
59:48 Die falsche Fortsetzung und Cervantes’ Antwort
63:16 Tod, Grab und die Suche nach seinen Gebeinen
70:21 Was Cervantes sein Leben kostete
Miguel de Cervantes war nicht nur Schriftsteller. Er war Soldat in der Seeschlacht von Lepanto, wurde durch Arkebusenkugeln schwer verwundet und verlor dauerhaft die Beweglichkeit seiner linken Hand. Auf der Rückreise nach Spanien geriet er in die Gefangenschaft algerischer Korsaren und verbrachte fünf Jahre als Gefangener in Algier. Mehrfach plante er die Flucht – und überlebte trotzdem.
Nach seiner Rückkehr warteten weder Reichtum noch Anerkennung auf ihn. Die Krone verweigerte ihm eine Stelle in Amerika, er arbeitete als Versorgungskommissar und Steuereintreiber, wurde exkommuniziert und schließlich in Sevilla wegen ungeklärter Rechnungen inhaftiert. Erst mit 57 Jahren erschien Don Quijote – ein Welterfolg, von dem andere mehr verdienten als sein Autor.
Diese historische Biografie folgt Cervantes von Alcalá de Henares über Madrid, Rom, Neapel, Lepanto und Algier bis zu seinem letzten Bett im Jahr 1616. Sie beleuchtet die belegten Quellen, offene Rätsel und Legenden: den Haftbefehl von 1569, die Gefangenschaft, das Lösegeld von 500 Escudos, den Streit um die falsche Don-Quijote-Fortsetzung und die Suche nach seinen Gebeinen im Madrider Trinitarierinnenkloster.
Eine Geschichte über Krieg, Gefangenschaft, Armut, Literatur und die unerschütterliche Kraft, weiterzuschreiben.