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Warum der Yen in Krisen steigt | Die erstaunliche Geschichte einer Weltwährung

Levashov

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Warum der Yen in Krisen steigt | Die erstaunliche Geschichte einer Weltwährung

188 просмотров · 11 дней назад
Levashov
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Wie wurde aus dem Geld eines abgeschotteten Inselreichs eine der wichtigsten Währungen der Welt? Diese Dokumentation erzählt die Geschichte des japanischen Yen – von den ovalen Goldmünzen der Shogune bis zur Börse von Tokio in unseren Tagen. Die Reise beginnt im Japan der Tokugawa-Zeit. Damals gab es drei Währungen nebeneinander, Gold, Silber und Kupfer, dazu das Papiergeld von mehr als zweihundert Fürstentümern. Als sich das Land in den 1850er Jahren dem Westen öffnete, prallten zwei Welten aufeinander: Gold war in Japan viel billiger als im Rest der Welt. Ausländische Händler nutzten diesen Unterschied, und große Mengen Gold verließen das Land. Die Gegenmaßnahmen der Regierung ließen die Preise steigen und trugen zum Ende des Shogunats bei. Danach geht es um die Geburt des Yen im Jahr 1871 während der Meiji-Restauration. Die Reformer führten das Zehnersystem ein, gründeten eine moderne Münzanstalt in Osaka und ließen die ersten Banknoten in Frankfurt am Main drucken. Entworfen hatte sie der italienische Kupferstecher Edoardo Chiossone. Doch der junge Staat bezahlte Kriege und Reformen mit der Druckerpresse, und der Yen verlor rasch an Wert. Das Video zeigt, wie Finanzminister Matsukata Masayoshi mit einer harten Deflationspolitik das Vertrauen zurückgewann – und welchen Preis die Bauern dafür zahlten. Es erzählt, wie die Bank von Japan entstand und wie Japan 1897 zum Goldstandard überging, finanziert ähnlich wie zuvor die deutsche Goldmark. Auch die Gesichter auf den Banknoten kommen vor, von der legendären Kaiserin Jingu bis zu Kitasato Shibasaburo, der in Berlin bei Robert Koch forschte. Das zwanzigste Jahrhundert bringt die schwersten Prüfungen: die Bankenpanik von 1927, die gescheiterte Rückkehr zum Gold in der Weltwirtschaftskrise, Krieg und Nachkriegsinflation, die Währungsmaßnahmen von 1946, der feste Kurs von 360 Yen für einen Dollar, das Plaza-Abkommen von 1985, an dem auch die Bundesrepublik beteiligt war. Zum Schluss geht es um Mythen und Gegenwart. Dazu gehören die Spekulationsblase der späten 1980er Jahre und die verlorenen Jahrzehnte, der Yen als Fluchtwährung und die Debatten um Nullzinsen und Staatsschulden. Und es geht um die besondere Sorgfalt, mit der man in Japan bis heute mit Bargeld umgeht. Einfach erklärt werden unter anderem: Wechselkurs, Münzverschlechterung, Inflation und Deflation, Zentralbank, Goldstandard, Staatsanleihe, Abwertung und Aufwertung, Spekulationsblase und Leitzins. Erzählt wird mit Menschen und Ereignissen statt mit Formeln, verständlich auch ohne wirtschaftliches Vorwissen.