Fünffingerfels und Klusfelsen bei Halberstadt im Harz
Hiking Bernd - Urban Exploration and Outdoor
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Fünffingerfels und Klusfelsen bei Halberstadt im Harz
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Wer dem Wanderweg von Halberstadt Richtung Norden durch die Klusberge folgt, wird schon von Weitem die besondere Felsformation entdecken, dessen Namensgebung recht schnell einleuchtet. Die etwa zehn Meter hohen Felsen, die selbst auf einer kleinen Anhöhe aus Sandstein stehen, erwecken sofort den Eindruck, als würde eine Hand Beobachter grüßen. Dabei ist es noch ein relativ neuer Umstand, dass man die Felsen bereits aus der Ferne begutachten kann. Noch vor einigen Jahren war hier alles bewaldet und man musste nahe an die Felsen herangehen, um sie betrachten zu können - das ist aber durch natürliche Entwicklungen und gezielte Arbeit zur Freilegung der Felsen heute nicht mehr der Fall.
Ein Aufstieg zu der kleinen Felsformation lohnt sich auf jeden Fall. So kannst Du selbst einen Blick auf die vielen kleinen Inschriften und Symbole werfen, die wohl über die Jahrhunderte in den Stein gehauen worden sind. Es sind auch diese Zeichen, die es für Forscher wahrscheinlich machen, dass die Felsen schon vor langer Zeit als ein Versammlungsort und vielleicht sogar als ein Ort für Riten genutzt worden sind. Ein Aufstieg ist theoretisch möglich - es wurden auch kleine Stufen in den Felsen gehauen, sodass selbst wenig erfahrene Kletterer in der Lage sein sollten, die „Finger“ zu besteigen.
Der Klusfelsen ist ein Sandsteinfelsen in Goslar am Rande des Harzes unterhalb des Petersbergs. Er ragt als knapp 20 Meter hohe und 50 Meter lange Felsrippe aus dem nahezu ebenen umgebenden, rund 250 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Gelände. Der Sandstein stammt aus der Unterkreide, als er sich vor etwa 110 Millionen Jahren in einem Flachmeer gebildet hat. Da die Schichtenfolge hier aufgrund blockartiger Hebung im Alttertiär nahezu vertikal verläuft, erkennt man am Klusfelsen senkrecht verlaufende Schichtflächen.
Im Felsenraum wurde im Jahre 1167 in einer natürlichen Höhle eine Marienkapelle – die sogenannte „Kluskapelle“ – eingerichtet. Sie wurde nach der Reformation als Wohnung genutzt. Mit der romantischen Bewegung wurde zu Anfang des 19. Jahrhunderts wieder eine Kapelle eingerichtet, die spätestens nach 1970 verfiel. 1983 wurde die Kapelle renoviert – mit herausragender Unterstützung des Rotary Clubs von Goslar.
Der Felsen ist unter Schutz gestellt – es dürfen weder Gesteinsproben herausgeschlagen, noch darf der Fels bestiegen werden.