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Warum Nürnberg seinen Handwerkern die Macht nahm

Chronik von unten

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Warum Nürnberg seinen Handwerkern die Macht nahm

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Chronik von unten
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Ein Messingbecken aus Nürnberg, vierzig Zentimeter breit, mit einem kleinen Zeichen am Boden. Der Meister, der es schlug, hatte Werkzeug, Lehrjungen und feste Kunden. Nur eine Stimme hatte er nicht. Im Juni 1348 verlor Nürnbergs alter Rat seine Macht, im September 1349 kehrte er mit König Karl IV. im Rücken zurück. Danach galt eine Regel für Jahrhunderte: keine Zunft, keine Selbstverwaltung, kein Handwerk, das sich selbst regiert. Diese Doku zeigt, wie der Rat die Werkstätten kontrollierte, mit Meisterlisten, geschworenen Meistern, dem Rugamt und Ware, die öffentlich zerschlagen wurde. Sie folgt dem Weg vom Lehrjungen über die Wanderschaft zum Meisterstück, zu den Gesellen, die nie Meister wurden, und zur Zwölfbrüderstiftung von 1388, deren Hausbücher alte Handwerker mit Namen bei der Arbeit zeigen. Hatte Nürnberg also keine Zünfte? Der beliebte Satz stimmt nur halb.