🔥 „ICH LEBE HIER BESSER ALS IN DEUTSCHLAND!“ Was das Leben auf den PHILIPPINEN wirklich kostet
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Kann man auf den Philippinen tatsächlich für 300 Euro im Monat leben? Wie viel Geld braucht ein deutscher Auswanderer wirklich, wenn er seinen gewohnten westlichen Lebensstandard nicht komplett aufgeben möchte? Und stimmt die Vorstellung, dass man in Südostasien mit vergleichsweise wenig Geld ein deutlich entspannteres Leben führen kann? Auf einer Fähre Richtung Manila sprechen wir mit einem Deutschen, der bereits seit rund zehn Jahren auf den Philippinen lebt. Dabei geht es nicht nur um Preise und Lebenshaltungskosten, sondern um die Frage, warum er sein heutiges Leben persönlich als angenehmer empfindet als seinen früheren Alltag in Deutschland.
Die oft genannte Vorstellung, man könne auf den Philippinen problemlos für 300 Euro monatlich leben, relativiert der Auswanderer direkt. Möglich sei ein extrem günstiges Leben durchaus, doch wer einen westlichen Lebensstandard gewohnt sei, müsse seiner Einschätzung nach deutlich mehr einplanen. Für eine Person mit eigener Immobilie nennt er grob 1.000 bis 1.500 Euro pro Monat. Muss zusätzlich eine Immobilie gemietet werden beziehungsweise geht es um ein Paar, werden im Gespräch ungefähr 1.500 bis 2.000 Euro monatlich als komfortabler Rahmen genannt. Diese Beträge sind persönliche Erfahrungswerte und natürlich stark vom individuellen Lebensstil und Wohnort abhängig.
Dafür bekommt man nach seiner Erfahrung ein Leben, das er persönlich in vielen Bereichen als angenehmer empfindet. Einer der größten Unterschiede sind für ihn nicht einmal die Preise, sondern die Menschen. Wenn er auf den Philippinen vor die Tür geht, begegnet er nach eigener Wahrnehmung deutlich häufiger lächelnden Menschen. Er beschreibt die Atmosphäre als entspannter, offener und herzlicher.
Nach einem kürzlichen Aufenthalt in Deutschland sei ihm dieser Kontrast besonders stark aufgefallen. Während er auf den Philippinen häufig das Gefühl habe, willkommen zu sein, empfand er Deutschland bei seiner Rückkehr teilweise als deutlich distanzierter und trister. Dabei macht er klar, dass es sich um seine persönliche Wahrnehmung nach rund zehn Jahren im Ausland handelt.
Auch die Lebenshaltungskosten werden ausführlich verglichen. Benzin, Diesel und insbesondere Strom können auf den Philippinen vergleichsweise teuer sein. Bei Restaurants, Dienstleistungen und vielen alltäglichen Ausgaben sieht es dagegen anders aus.
Als Beispiel wird ein gemeinsamer Restaurantbesuch genannt: Für ein hochwertiges Essen inklusive Wagyu-Steak wurden zusammen ungefähr 60 Euro bezahlt. Eine Pizza sei teilweise für ungefähr 5 Euro erhältlich. Insgesamt schätzt der Auswanderer Restaurantbesuche und viele vergleichbare Ausgaben deutlich günstiger ein als in Deutschland – wobei Preisniveau und Qualität natürlich je nach Region und Restaurant erheblich variieren können.
Auch beim Thema Arbeit zeigt sich ein komplett anderes Lebensmodell. Der Auswanderer berichtet, dass er aktuell nur einen begrenzten Zeitraum im Jahr intensiv in Deutschland arbeitet. Unter anderem hilft er während der Weihnachtsmarktsaison beim Verkauf von Lebkuchen. Nach eigener Aussage kann der dort erzielte Verdienst einen erheblichen Teil seiner jährlichen Lebenshaltungskosten auf den Philippinen abdecken.
Genau daraus entsteht eine spannende Frage: Wie viel Einkommen braucht man eigentlich, wenn die laufenden Kosten deutlich niedriger sind? Muss man wirklich zwölf Monate im Jahr arbeiten – oder eröffnet ein Leben in einem günstigeren Land völlig andere Möglichkeiten?
Dabei bedeutet sein Leben auf den Philippinen keineswegs, dass er den ganzen Tag am Strand liegt. Auf seinem Grundstück gibt es ständig etwas zu organisieren, zu reparieren oder weiterzuentwickeln. Häuser werden gebaut und vermietet, Technik muss funktionieren und die Infrastruktur wird Schritt für Schritt verbessert.
Besonders außergewöhnlich ist sein Leben direkt am Meer. Im Gespräch ist von rund 180 Metern Strand am Ende einer Bucht die Rede. Der Strand selbst ist zwar öffentlich, aufgrund der abgelegenen Lage gibt es dort nach seiner Darstellung aber kaum Durchgangsverkehr. Mehrmals am Tag ins warme Meer zu gehen gehört für ihn zum Alltag.
Auch beim Thema Versorgung versucht er möglichst unabhängig zu werden. Wasser wird aus dem Boden hochgepumpt. Zusätzlich sammelt er das Kondenswasser seiner Klimaanlage und nutzt dieses nach eigener Aussage zu einem großen Teil zum Duschen. Statt das Wasser einfach nach draußen ablaufen zu lassen, wird es in einem Behälter aufgefangen.
Beim Strom setzt er auf Photovoltaik und Batteriespeicher. Das ist besonders wichtig, weil Stromausfälle – sogenannte Brownouts – auf Mindoro vorkommen können. Gerade wenn Klimaanlagen, Kühlschränke und mehrere Häuser versorgt werden sollen, kann eine unabhängige Energieversorgung deshalb einen großen Vorteil bieten. Aufgrund steigender Stromkosten erlebt Solarenergie nach seiner Beobachtung auch auf den Philippinen einen starken Boom.