SS-Wachmann sagt im Auschwitzprozess aus | Kurt Leischow | Originalton
Stimmen des Auschwitzprozesses
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SS-Wachmann sagt im Auschwitzprozess aus | Kurt Leischow | Originalton
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Der erste Frankfurter Auschwitzprozess gilt als einer der bedeutendsten Strafprozesse der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zwischen 1963 und 1965 wurden in Frankfurt am Main erstmals die Verbrechen des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau umfassend vor einem deutschen Gericht öffentlich verhandelt.
In diesem Video ist die Zeugenaussage von Kurt Leischow zu hören. Leischow war Ingenieur und ehemaliger Angehöriger der SS-Wachtruppe im Konzentrationslager Auschwitz. Am 17. Juli 1964, dem 67. Verhandlungstag des ersten Frankfurter Auschwitzprozesses, sagte er als Zeuge vor dem Landgericht Frankfurt am Main aus. In seiner Aussage berichtete er über seine Tätigkeit als Angehöriger der Wachmannschaft, seine spätere Verwendung als Blockführer und Kommandoführer sowie über die Zustände und Verbrechen, die er im Lager wahrnahm. Dabei äußerte er sich unter anderem zu Misshandlungen, Erschießungen, Vergasungen und der Organisation des Lagerbetriebs.
Der erste Frankfurter Auschwitzprozess fand vom 20. Dezember 1963 bis zum 19. August 1965 in Frankfurt am Main statt. Vor Gericht standen ehemalige Angehörige des Personals des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Insgesamt waren 22 Angeklagte wegen Mordes oder Beihilfe zum Mord angeklagt.
Der Prozess markierte einen Wendepunkt in der deutschen Erinnerungskultur. Erstmals wurden die Verbrechen des nationalsozialistischen Vernichtungssystems vor einem deutschen Gericht umfassend öffentlich aufgearbeitet. Hunderte Zeuginnen und Zeugen – darunter Überlebende, ehemalige SS-Angehörige und weitere Beteiligte – trugen mit ihren Aussagen zur historischen Aufarbeitung bei.
Hinweise:
Dieses Video dient ausschließlich der historischen Dokumentation, Erinnerung und Bildungsarbeit.
Die eingeblendeten Bilder sind symbolische Darstellungen und keine Originalaufnahmen der Prozessbeteiligten.
Quelle der Tonaufnahme:
Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
HHStAW, Bestand 461 Nr. 41026 und 41027 (geschnittene Version)
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Dieses Video wurde zu Dokumentations- und Erinnerungszwecken veröffentlicht.
Aus Respekt vor den Opfern sowie zur Wahrung eines würdevollen Gedenkens sind die Kommentare deaktiviert. Die Erinnerung an Auschwitz soll Raum für Stille, Nachdenken und historisches Bewusstsein schaffen.