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Der stumme Zeuge | Mittelalter Folk Ballade

Schmunzeldrache

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Der stumme Zeuge | Mittelalter Folk Ballade

204 просмотра · 1 месяц назад
Schmunzeldrache
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Eine tausendjährige Eiche steht an einer alten Wegkreuzung. Sie sah Könige vorüberreiten, Liebende ihre Zeichen ritzen und Fehden über das Gras ziehen. Während Menschen kommen und vergehen, bleibt sie als stummer Zeuge zurück, bis auch ihre Zeit endet und aus der Erde neues Leben wächst. „Der stumme Zeuge“ ist eine nachdenkliche Mittelalter Folk Ballade über Vergänglichkeit, Erinnerung und das, was bleibt, wenn Menschen längst verschwunden sind. Songtext / Lyrics Ich stand schon hier, als diese Welt noch jung, als Wolf und Hirsch sich teilten diesen Grund. Kein Weg, kein Stein, kein Dach trug einen Namen, nur Wind und Regen, die zu mir herkamen. Ich trank das Licht, ich wuchs in tausend Jahren, sah Frühling kommen, sah die Winter fahren. Und alles, was ich sah, das blieb in mir, ich bin der stumme Zeuge, ich stehe hier. Sie kommen und sie gehen, so schnell, so kurz, so klein, ein Atemzug im Wind, dann sind sie nicht mehr mein. Ich halte ihre Namen, ich halte, was geschah, ich bleibe, wenn sie gehen, ich war und bin schon da. Ein König ritt vorbei in stolzer Pracht, zog aus zur Schlacht mit Bannern in der Nacht. Heut weiß kein Mensch, wie dieser König hieß, ich sah ihn ziehn, sah, wie man heim ihn bracht. Ein Liebespaar ritzte sein Zeichen ein, sie schworen sich, für immer eins zu sein. Sie sind längst Staub, ihr Schwur verweht im Wind, doch ihre Kerbe blieb in meiner Rinde. Sie kommen und sie gehen, so schnell, so kurz, so klein, ein Atemzug im Wind, dann sind sie nicht mehr mein. Ich halte ihre Namen, ich halte, was geschah, ich bleibe, wenn sie gehen, ich war und bin schon da. Ich sah die Fehde, sah das rote Gras, hörte Klingen singen, ohne Zorn und Hass. Ich sah sie fallen, Freund und Feind zugleich, und beide machte erst der Tod ganz gleich. Ich wollte rufen, doch ich habe keine Stimme, ich wollte halten, doch ich kenne keine Glieder. Ich konnte nur, was Bäume immer tun, ich stand und sah und ließ die Toten ruhn. Und manchmal in den langen, stillen Nächten, wenn keine Wandrer mehr nach Schutz mich suchten, da fragte ich den Mond, der mit mir wachte, warum die Menschen rennen, hetzen, fluchten. Sie haben doch so wenig Zeit zu lieben. Warum nur füllen sie sie auf mit Hassen? Der Mond gab keine Antwort, zog vorüber. Und ich, ich konnte nur die Frage lassen. Heut Morgen kamen Männer mit dem Stahl, sie sahen mich, und maßen mich nur schmal. Kein König, keine Fehde, nur ein Tag, an dem ein Baum im Weg der Straße lag. Die Äxte bissen tief, und Stück um Stück fiel meine Krone, Ast für Ast, zurück. Ich spürte keinen Zorn, nur leises Staunen, dass tausend Jahre enden zwischen Launen. Doch eh das Licht in mir für immer schwand, sah ich ein kleines Grün im weichen Sand. Ein junger Trieb, kaum fingerhoch und klein, schon streckte er sich auf ins Morgenlicht hinein. Er wird hier stehen, wenn ich längst vergessen, er wird das Kommen und das Gehen messen. Der Zeuge fällt. Das Zeugnis aber bleibt. Und irgendwo ein neuer Frühling treibt. Hinweis: Text, Konzept, Auswahl und Veröffentlichung stammen von ‪@Schmunzeldrache‬. Die Musik wurde KI unterstützt produziert. #music #storytelling #fantasy #musik #medieval #medievalmusic #medievalfolk #darkfolk #fantasyfolk #fantasymusic #folksong #folklore #mittelalter #mittelaltermusik #deutsch #germanmusic #ballade #folkballad #naturefolk #darkfantasy #kimusik #aimusic #sunoai #penandpaper #dnd #rpg #larp #schmunzeldrache