Meral Kureyshi - Fünf Jahreszeiten
Literaturhaus Zürich
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Meral Kureyshi - Fünf Jahreszeiten
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Literaturhaus Zürich
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Eine Binsenwahrheit besagt, dass zweite Bücher immer die schwierigsten seien. Dieses Hindernis hat Meral Kureyshi mit Bravour übersprungen. Nach «Elefanten im Garten», in dem es um die Fragilität von Herkunft und Identität und den Verlust eines geliebten Vaters ging, denkt sie auch in ihrem neuen Roman «Fünf Jahreszeiten» (Limmat 2020) auf leise, poetische Weise über dringliche Fragen nach. Im Zentrum steht eine junge Frau, die nach einem abgebrochenen Filmwissenschaftsstudium als Aufseherin in einem Kunstmuseum arbeitet. Sie wartet, dass die Zeit vergeht, lässt sich durch die Stadt treiben und denkt an nahe und verlorene Menschen.
Die Stärke dieses Buches liegt gerade in den kleinen Gesten und unauffälligen Begebenheiten, in der Entdeckung des Dazwischen-Seins als einer schwer aushaltbaren Position, aus der heraus aber vieles möglich wird.
Lesung und Gespräch am 11. Januar 2021 im Literaturhaus Zürich.
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Foto: © Matthias Gunter