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Gegen eine "Kultur des Todes"

Brüder Samariter FLUHM

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Gegen eine "Kultur des Todes"

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Brüder Samariter FLUHM
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Wenn wir die Texte des heutigen Sonntags genauer ansehen, dann bemerken wir, dass es mit der Aussage Jesu: „So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört.“ (Mt 22,21) um viel mehr geht, als lediglich um die Pflicht Steuern zu zahlen. Jesus entging der hinterlistigen Frage der Pharisäer „ob es erlaubt sei, dem Kaiser Steuern zu zahlen oder nicht“ (22,17) mit dem Hinweis auf das eingeprägte Bild des Kaisers auf der Münze. Der Kaiser bzw. der Staat stellt die Infrastruktur zur Verfügung und hat deswegen auch das Recht, dafür Steuern zu erheben. Doch was sollen wir Gott geben, was Gott gehört? In der Lesung aus dem Buch Jesaja hören wir: „Ich bin der Herr, und sonst niemand; außer mir gibt es keinen Gott. Ich habe dir den Gürtel angelegt, … damit man erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt.“ (Jes 45,5-6) o Das bedeutet: Nur Gott allein ist der Herr über Leben und Tod. Er schenkt das Leben und Er allein hat das Recht, das Leben zu nehmen, um das ewige Leben zu schenken. Doch der gefallene Mensch will ich sich an die Stelle Gottes erheben und selbstständig über Leben und Tod entscheiden. Darauf machte schon der hl. Joh. Paul II. aufmerksam. In Seinem Schreiben „Evangelium vitae“ aus dem Jahre 1995 nannte er dies eine „Kultur des Todes“. Sie besteht in einer weit verbreitete Missachtung der Unantastbarkeit des menschlichen Lebens vom Beginn bis zum natürlichen Ende: Abtreibung, Sterbehilfe, Todesstrafe, Selbstmord und Gewalt. Als Gegenreaktion rief er zu einer „Kultur des Lebens“ auf, die das Leben als göttliches Geschenk in ihrer Würde verteidigt. Wie sieht es heute mit der Kultur des Todes aus? In den Nachrichten von tagesschau las ich vor 2 Tagen, dass im Jahre 2025 in Dt 1500 Personen assistierten Suizid machten. Dabei werden manche Menschen in diese Richtung gedrängt: Krebskrank suchte eine Person im Krankenhaus Hilfe. Zuerst einmal wurden ihr 3 Möglichkeiten der Sterbehilfe angeboten, was sie vehement ablehnte, da sie ja leben wolle! Eine ältere Person bat um Sterbehilfe. Doch dann änderte sie ihre Meinung. Doch der Arzt verpasste ihr trotzdem die Todesspritze. Bezüglich der vielen ME/CFS Betroffenen schrieb mir jemand: „Diese gelten nicht als krank genug, um staatliche Unterstützung in Form von Pflegeleistungen zu erhalten, dürfen aber einen assistierten Suizid in Anspruch nehmen.“ Papst Leo sagte dazu in Lourdes jetzt im Oktober: „Jedes menschliche Leben muss von seiner Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende unter allen Umständen seiner Existenz anerkannt und geschützt werden.“ und er verurteilte vehement jede Art der aktiven Sterbehilfe! Treten wir also aktiv ein für eine Kultur des Lebens, indem wir den alten Menschen in ihrer Einsamkeit beistehen, ihnen Verständnis in ihrem Leid entgegenbringen, und vom Gefühl befreien, nur noch eine Last zu sein. Schenken wir ihnen durch den Glauben, das Gebet, die Krankensalbung Hoffnung und Zuversicht, so dass sie diesen schweren Lebensabschnitt ertragen können. Da denke ich an eine Mutter von 4 Kindern, die bereits an assistierte Sterbehilfe dachte. Durch das Gebet durfte ich ihr neuen Lebenswillen schenken. Ja geben wir Gott, was Gott gehört, indem wir für das menschliche Leben eintreten, von seinem Beginn bis zu seinem natürlichen Ende!