Heinrich Böll: Nobelpreis UND Polizei im Haus. Was kostet die WAHRHEIT in einem freien Land?
Belli God
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Heinrich Böll: Nobelpreis UND Polizei im Haus. Was kostet die WAHRHEIT in einem freien Land?
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Heinrich Böll: Im Juni 1972 durchsucht die Polizei sein Haus. Im Oktober bekommt er den Nobelpreis. Wie passt das zusammen?
Diese Biografie erzählt die Geschichte des Schriftstellers Heinrich Böll (1917–1985), Literaturnobelpreisträger und eine der umstrittensten Stimmen der Bundesrepublik. Sechs Jahre war er Soldat der Wehrmacht, viermal verwundet. Nach dem Krieg schrieb er über Trümmer, Schuld und die Kunst des Vergessens. Er wurde zum meistgelesenen Autor seines Landes. Dann schrieb er einen einzigen Essay, und plötzlich galt er als Sympathisant des Terrors. Gefeiert in Stockholm, verdächtigt in der Eifel.
In diesem Video erfahren Sie:
– warum ein junger Soldat seine Eltern um Pervitin bat und was das über Bölls Krieg verrät
– wie zwei Wörter, die Böll nie geschrieben hat, sein öffentliches Bild für Jahre bestimmten
– was an jenem Junimorgen 1972 in Langenbroich geschah und warum bis heute umstritten ist, wie viele Beamte kamen
– warum seine Bücher in der Sowjetunion immer dann aus den Läden verschwanden, wenn er Dissidenten verteidigte
– wo seine Kritiker recht hatten und wo nicht
Kapitel:
00:00 Ein Junimorgen in der Eifel
05:35 Arm, aber nicht unterwürfig
14:53 Sechs Jahre in der falschen Uniform
16:54 Briefe um Pervitin
27:46 Das schwarze Schaf gewinnt
35:05 Ein Clown auf der Bahnhofstreppe
42:57 Die Schlagzeile von Kaiserslautern
46:09 Zwei Wörter, die nicht seine waren
48:59 Polizei im Haus, Nobelpreis im Herbst
52:35 Solschenizyn am Gartentor
55:09 Katharina Blum und die Zeitung
59:24 Drei Anklagepunkte gegen Böll
1:15:59 Ein Morgen im Juli
1:21:12 Was kostet die Wahrheit?
1:28:44 Nächste Folge: Warlam Schalamow
Gibt es heute ein Wort, das so wirkt wie damals „Sympathisant“? Schreiben Sie es in die Kommentare und begründen Sie es. Und abonnieren Sie den Kanal, damit wir uns unter Millionen von Videos nicht verlieren.
Weitere Videos:
▶ Solschenizyn: Der Verbannte am Gartentor in der Eifel, dieselbe Geschichte aus Sicht des Gastes [Link]
▶ Warlam Schalamow: 17 Jahre Lager und der Zweifel an der Literatur, demnächst [Link]
Quellen: Biografien, Memoiren, Archivmaterial. Unter anderem: Heinrich Böll, „Briefe aus dem Krieg 1939–1945“ (Hg. Jochen Schubert, 2001); Alexander und Margarete Mitscherlich, „Die Unfähigkeit zu trauern“ (1967); Stanley Cohen, „Folk Devils and Moral Panics“ (1972); Elisabeth Noelle-Neumann, Theorie der Schweigespirale (1974).
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