Meine (D-GF) - Die Glocken der ev. Kirche St. Stephani
Luca Gans
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Meine (D-GF) - Die Glocken der ev. Kirche St. Stephani
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Luca Gans
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2 Läuteglocken hängen im Kirchturm von St. Stephani in Meine.
Die heutige Kirche wurde ab 1854 auf Grundlage eines Entwurfes für die Kirche In Uetze neugebaut. Von der im 15 Jhd. errichteten, alten Kirche (0:27) ist lediglich der Unterbau des Turmes erhalten geblieben. Dieser ist 1870/1871, also ca. 15 Jahre nach dem Neubau des Kirchenschiffes erhöht worden. Die Orgel der Kirche ist im Kern ebenfalls aus dem 19 Jhd. (1857), hat seitdem jedoch einige Änderungen und Renovierungen erlebt, zuletzt 2016.
Die Kirche besitzt insgesamt 4 Glocken, sowie ein noch in Betrieb befindliches, mechanisches Uhrwerk, welches 1884 von Weule in Bockenem hergestellt wurde. Die erste Glocke ist die kleine Schlaggglocke (h''), sie hängt in einer kleinen Öffnung an der östlichen Turmseite (zu sehen im 1. Bild).
Unten im Turmraum befindet sich die älteste Glocke der Kirche (0:30). Sie stammt aus dem 13./14. Jhd. und hing ursprünglich in der Kapelle Gravenhorst. Nachdem sie beschädigt vom Glockenfriedhof Hamburg zurückkehrte und von Lachenmeyer geschweißt worden ist, hing sie von 1967 bis 1975 in der Friedhofskapelle. Im genannten Jahr ist sie jedoch erneut gesprungen und seitdem im Turmraum von St. Stephani zu sehen.
Die beiden übrigen Glocken bilden das aktive Geläut der Kirche, dabei ist die kleinere Glocke 1990 in Heilbronn entstanden.
Die große Glocke ist "der wertvollste, irdische Besitz der Gemeinde", wie der Kirchenvorstand 1955 schrieb. Sie stammt aus dem Jahr 1502 und wurde, wie schon das Gussjahr vermuten lässt, von Gerhard van Wou gegossen. Dies geschah vermutlich kurz nach dem Guss der großen Glocken für den Braunschweiger Dom.
Es bestehen Pläne das Geläut von St. Stephani zu erweitern, so soll die kleine Glocke aus dem Turmraum erneut geschweißt, und neue, kleinere Glocke(n) (dem Vernehmen nach wahrscheinlich bei Bachert) gegossen werden. Dabei soll(en) die neue(n) Glocke(n) bewusst Tonhöher sein, damit die wertvolle van Wou-Glocke weiterhin die Basis bildet. Der Glockensachverständige hat als Schlagton der neuen Glocke ein a' vorgeschlagen, durch welche dann ein Tedeum-Motiv vom Turm erklänge.
Glocke 1: Jakobusglocke, e' (-), 1502, Gerhard van Wou
Glocke 2: g' (-), 1990, A. Bachert, Heilbronn
Uhrschlagglocke: h'', um 1900
Glocke im Turmraum: h'', 13./14. Jhd.
Ablauf:
0:00 - Bilder der Kirche & Stundenschlag
0:53 - Glocke 2
3:00 - Inschrift Glocke 2
3:15 - Glocke 2
8:20 - Glocke 1
9:30 - Inschrift Glocke 1
9:45 - Glocke 1
13:40 - Vollgeläut
Ich möchte mich ganz herzlich bei Herrn Höper für die Erlaubnis und Ermöglichung der Aufnahme bedanken!
Bilder 2 und 5: Lukas Benstem
Quelle:
Kirchengemeindelexikon der Landeskirche Hannover, Artikel zur Gemeinde Meine: https://kirchengemeindelexikon.de/ein...
(aufgerufen am 15. Oktober 2021)
Aufnahme:
Samstag, den 31. Juli 2021, um 12 Uhr (Angelus & Sonderläuten)