Перейти к содержимому

Vier Lieder Op. 2 - Lukas Mertin

Lukas Mertin

0:00 / 0:00

Vier Lieder Op. 2 - Lukas Mertin

388 просмотров · 2 мес. назад
Lukas Mertin
128 подписчиков
388 просмотров · 2 мес. назад
Juline Florentino, Sopran Steven Klose, Bass Sebastian Fuß, Klavier Ton: Stephan Gottschall Aaron Rudolf Lukas Petzold Video: Marvin Rudolf Stephan Gottschall Lied des Blutes (1) Du Bruder im Dunkel, was drängt mich zu dir Und drängt auch dich, ich fühl' es, zu mir? Du kennst mich nicht und ich kenn' dich nicht, Doch etwas in unseren Herzen spricht: Der ist dein Bruder! Ihn liebe! Und das kann nichts von gestern und heute sein, Ich würd' nicht so Sieger und Beute sein! Ist anders als Freundschaft und Liebe und Treu, Wie von Uranfang her und doch wieder neu: Dein Blut und mein Blut sind Brüder! Vor fünftausend Jahren - besinne dich doch! - Trug mein Ahn' und deiner ein Sklavenjoch! Und vor dreitausend Jahren in Qual und Not, Denkst du's nicht mehr?, dein Ahne bot Meinem den Labtrunk der Liebe! Bruder, wie dunkel mein Herzblut rauscht! Ich fühl's, wie dein Ohr seinem Raunen lauscht, Und wir hören beide das gleiche Lied Liedchen (2) Unter dem Schirmchen aus blutroter Seide Wandelt sie glutübergossen einherIn ihrem blühenden Frühlingskleide, Wie wenn der Frühling ein Mädchen wär! Und, verirrt von blumigen Wegen, Gaukelt ein Schmetterling vor ihr her, Und ein Knabe staunt ihr entgegen, Wie wenn das Mädchen ein Frühling wär... Kleine Ballade (3) Schon lange war ich nicht so frohgemut: Auf diesen Dolch schreib' ich mit warmem Blut Meinen Namen. Sie schwor mir einst: "Mein Herz ist treu und rein; Und noch im Tod bewahr' ich drin alleinDeinen Namen". Du Dolch! So fass' ich dich! So stoß' ich zu!Und, wie in roten Flammen, jubelst du Meinen Namen! Stille Gedichte (4) Es gibt eine Art von stillen Gedichten, Die nichts erfinden und nichts berichten, Die wie mit schlanken, blassen, weichen Fingern über die Stirn dir streichen, Die wie ein Hauch mit zagem Wehn Träumend öffnen der Seele Türen Und schwebend durch deine Seele gehn, Worte hauchend im Verwehn, Die dich jählings zu Tränen rühren.