Hochheim St. Peter und Paul Schneidewind-Geläute
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Hochheim St. Peter und Paul Schneidewind-Geläute
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Im Turm der spätbarocken Pfarrkirche St. Peter und Paul zu Hochheim am Main befindet sich ein bemerkenswertes historisches Geläute aus der Barockzeit. Die drei historischen Glocken bilden eine Einheit und sind ein unverwechselbares Ensemble von außergewöhnlichem Denkmalwert. Die heute nicht mehr vorhandene vierte historische Glocke, die kleine Klingglocke mit ca. 200 kg, zersprang im Jahr 1866 beim Läuten, wurde dann umgegossen und 1917 zertrümmert und zur Kanonenherstellung verwendet.
1930 wurde von der Glockengießermanufaktur Gebrüder Ulrich in Apolda/Thüringen eine große Glocke angefertigt, sie wog etwas mehr als 2100 Kilogramm und war auf den Ton "h" gestimmt. Bereits 1942 wurde sie im Turm zertrümmert und für Kriegszwecke verwendet.
Als Ersatz für die große Glocke wurde 1958 eine neue Glocke von Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen.
Im Jahr 2015 wurde das Geläute um eine weitere fünfte Glocke ergänzt, die ebenfalls von Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen wurde, sowie die Glockenanlage umfassend saniert. Der bisherige Stahlglockenstuhl wurde durch einen sehr ästhetischen Holzglockenstuhl aus Eiche ersetzt und die Glocken erhielten neue Holzjoche und Klöppel.
Historische Glocken:
Glocke 2 d´-2
Christus
1340 kg, 1320 mm
1764, J. G. und Joh. Schneidewind, Frankfurt
Glocke 3 f´-3
Petrus
940 kg, 1150 mm
1764, J. G. und Joh. Schneidewind, Frankfurt
Glocke 5 a´-6
Paulus
450 kg, 890 mm
1764, J. G. und Joh. Schneidewind, Frankfurt