100 Jahre Reuterknappen Wattens 2026
Reinhard Rovara
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100 Jahre Reuterknappen Wattens 2026
(Video_ Reinhard Rovara C 2026)
Die Alpine Gesellschaft Reuterknappen Wattens wurde am 26. Oktober 1926 von sechs Mitgliedern gegründet. Namensgeber war der Alpinist Fritz Reuter, der 1916 bei einem Lawinenunglück ums Leben kam.
In den ersten Jahren standen Bergsteigen, Skitouren und die Unterstützung des Bergrettungsdienstes im Mittelpunkt. Während des Zweiten Weltkriegs kam die Vereinstätigkeit weitgehend zum Erliegen. Danach wurde das Vereinsleben wieder aufgenommen.
Zu den Höhepunkten zählen internationale Expeditionen, darunter die Besteigung des no-Schahk (7.495 m) im Jahr 1971 sowie des tschim-bo-Rah-so und ko-to-Pak-si 1983. 1976 wurde das 50-jährige, 2016 das 90-jährige Bestehen gefeiert.
Bis heute prägen Berg- und Skitouren, Klettern, Radreisen und die jährliche Gedenkfeier in der Wattener Lizum das Vereinsleben.
2026 feiern die Reuterknappen ihr 100-jähriges Bestehen.
Zum Neuen Vorstand der Reuterknappen Wattens – einstimmig gewählt (im Bild von links): Thomas Vicente (Kassaprüfer), Martin Knapp (Beirat), Charly Krapf (Obmann), Ferry Markart (Kassier) und Hannes Reisigl (Vizeobmann).
Herzliche Gratulation dem neuen Vorstand und ein großes Dankeschön an den bisherigen Vorstand für seinen Einsatz!
Kurzer Auszug aus der Vereinschronik erstellt von Tizi und Karl.
Der gebürtige Thüringer Fritz Reuter zog 1903 als Werkmeister für die Firma Swarovski nach Wattens. Er war ein herausragender Pionieralpinist mit zahlreichen Erstbegehungen (u.a. Mont Blanc 1910) und engagierte sich stark beim Bau der Lizumer Hütte. Am 20. Februar 1916 kam er am Birgitzköpfl tragisch durch eine Lawine ums Leben.
•Vereinsgründung (1926): Die drei Bergsteiger Fritz Plattner, Otto Reisigl und Hermann Lang traten aus der Turnerriege aus, um sich voll dem Alpinismus zu widmen. Am 26. Oktober 1926 gründeten sie im Gasthof „Stoager“ mit insgesamt 6 Gründungsmitgliedern die Deutsch-Alpine-Gesellschaft Reuterknappen. Als maximales Limit wurden 25 Mitglieder festgelegt.
•Vorkriegszeit & Bergrettung: Bis 1939 leitete der Verein wöchentliche Fahrten (z.B. 10-Jahres-Feier am Kraxentrager 1936) und betrieb eine eigene Skihütte im Mölstal auf 2.051 m. Die Reuterknappen organisierten zudem unter Otto Reisigl den lokalen Bergrettungsdienst der Alpenvereins-Sektion Hall – mangels Auto mit einem geliehenen Handschlitten.
•Kriegs- und Nachkriegszeit: Während des Zweiten Weltkriegs wurde der Verein zwangsweise in den Deutschen Alpenverein eingegliedert, und es galt eine Aufnahmesperre. Nach 1945 folgte die rechtliche Neuregistrierung als eigenständige Alpine Gesellschaft Reuterknappen.
•Expeditionsjahre (1971): Die jüngere Generation knüpfte mit spektakulären Unternehmungen an die Pionierzeit an. Der absolute Höhepunkt war die Tiroler Hindukusch-Kundfahrt 1971, bei der unter anderem Emil Reisigl den Gipfel des Noshaq (7.495 m), den höchsten Berg Afghanistans, bezwang.
Mit einem herzlichen „Berg Heil!“ “ lassen wir die Feier ausklingen. Auf weitere gemeinsame Bergjahre und eine kameradschaftliche Zukunft der Reuterknappen Wattens!
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitglieder für die Teilnahme sowie an die Fotospender für die Bereitstellung der Bilder.
Video: Reinhard Rovara © 2026