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Affront gegen CSU: „Jetzt reicht’s, lieber Friedrich Merz“

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Affront gegen CSU: „Jetzt reicht’s, lieber Friedrich Merz“

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#derschwarzekanal #cdu #merz Der Kanzler stellt sich bei der Bundespräsidentinnenwahl nicht hinter den CSU-Vorschlag. Er nennt aber auch keine Alternative. Für Fleischhauer ein No-Go. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will eine eigene Kandidatin fürs Bundespräsidentenamt. Er weiß aber offenbar nicht, wen. Hinter Ilse Aigner, die von der CSU vorgeschlagene Landtagspräsidentin, stellt er sich nicht. Für Jan Fleischhauer ist das die merkwürdigste aller Möglichkeiten: „Ich will ’ne eigene Kandidatin, weiß aber nicht, wen ich vorschlagen soll.“ Dabei hätte Merz Zeit gehabt, die Personalfrage zu klären. Im Videopodcast „Der schwarze Kanal“ erkennt der FOCUS-Kolumnist ein vertrautes Muster: „Er schiebt’s irgendwie auf die lange Bank. Also, er denkt, er hat noch endlos Zeit.“ Nun verärgert der Kanzler die Schwesterpartei, obwohl die Schwäche der CDU wenig Anlass zum Auftrumpfen bietet. 90 Minuten vor Beginn des CSU-Parteitags erfuhren die Delegierten laut Fleischhauer aus den Medien vom möglichen Gegenvorschlag des Kanzlers. „Das haben schon mal ganz viele als Affront begriffen. Zu Recht.“ Anschließend reiste Merz nach Asien. In der Heimat kursiert der Name der hessischen CDU-Fraktionschefin Ines Claus. Aus der Ferne mahnt Merz ein geordnetes Verfahren an. Am 9. November will er mit der CDU-Spitze beraten. Fleischhauer sagt: „Also, man möchte mal wissen bei Friedrich Merz: Wenn das jetzt geordnete Bahnen sind, wie sehen eigentlich ungeordnete Bahnen bei ihm aus?“ Unterdessen äußern sich Politiker von SPD und Grünen positiv über Aigner. Nach Fleischhauers Einschätzung wollen sie damit Merz’ Spielraum verengen. Ihre Unterstützung braucht die Union in der Bundesversammlung. Trotzdem betont Merz das Vorschlagsrecht der CDU. Fleischhauer sieht darin eine zusätzliche Brüskierung der CSU. Wer derart auf seinen Führungsanspruch poche, müsse sich auch an der eigenen politischen Stärke messen lassen. Rechne man die CSU aus dem bundesweiten Unionswert heraus, komme die CDU nach seiner Rechnung auf etwa 16 bis 17 Prozent. Die CSU liege in Bayern dagegen bei rund 35 bis 36 Prozent. Die Werte beziehen sich zwar auf unterschiedliche Wahlgebiete. Fleischhauers Vorwurf aber lautet: Eine geschwächte CDU will der CSU vorschreiben, wo es langgeht – und hat nicht einmal eine eigene Kandidatin parat. Wäre er bei der CSU, würde er Merz deshalb irgendwann sagen: „Jetzt reicht’s, lieber Friedrich Merz.“