Hitlers Ost-Spionagechef baute den westdeutschen Geheimdienst auf
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Hitlers Ost-Spionagechef baute den westdeutschen Geheimdienst auf
218 просмотров · 11 дн. назад
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Reinhard Gehlen leitete im Krieg die Wehrmacht-Abteilung „Fremde Heere Ost“. Am 1. April 1956 wurde derselbe Mann erster Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Diese Dokumentation verfolgt, wie aus militärischer Feindaufklärung gegen die Sowjetunion die Organisation Gehlen und schließlich der BND entstand.
Gehlen war nicht „Hitlers Spionagechef“ im umfassenden Sinn, sondern Leiter einer Auswertungsstelle für Informationen über die Rote Armee. Nach 1945 bot er den USA Wissen, Unterlagen und ein personelles Netzwerk an. Unter amerikanischem Auftrag entstand daraus in Pullach die Organisation Gehlen – mit alten Kontakten, neuen Agentennetzen und dem Ziel eines westdeutschen Dienstes.
Der Film zeigt die Grenzen von Gehlens tatsächlichen Erkenntnissen, die Fehleinschätzungen des Apparats und das Schicksal gefährdeter Quellen in der DDR. Er folgt auch den personellen Kontinuitäten: Ehemalige Angehörige von SS, SD, Gestapo und Einsatzgruppen gelangten in die Organisation. Zugleich betrieb sie rechtswidrige politische Inlandsspionage.
Mit der Übernahme durch die Bundesrepublik erhielt der neue BND einen sofort arbeitsfähigen Apparat. Doch Personal, Archive, Arbeitsweisen und eine Kultur schwacher Kontrolle gingen mit über. Der Fall des sowjetischen Spions Heinz Felfe machte sichtbar, wie riskant diese Kontinuität war.
Kapitel
00:00 Alter Chef neuer Nachrichtendienst
02:57 Erkenntnisse aus dem Vernichtungskrieg
06:24 Akten als Eintrittskarte
10:06 Deutscher Apparat im US-Auftrag
14:03 Erfolge Fehleinschätzungen gefährdete Quellen
17:30 Belastete Belegschaft im Blick nach innen
21:27 Bundesbehörde ohne personellen Bruch
23:11 Verräter im Zentrum der Kontinuität
Quellen
[Bundesarchiv: Biographische Angaben zu Reinhard Gehlen]
[Deutsche Nationalbibliothek: Beschreibung von Magnus Pahls Studie „Fremde Heere Ost“]
[Unabhängige Historikerkommission zur BND-Geschichte: Tagungsband]
[Bundeszentrale für politische Bildung: Nachrichtendienste in Deutschland. Teil I]
[Bundesarchiv: Kabinettsprotokolle zur Einrichtung des BND]
[Deutschlandfunk: Warum der Bundesnachrichtendienst so viele NS-Täter rekrutierte]
[Bundesstiftung Aufarbeitung: Heinz Felfe]
Was aus ihnen wurde erzählt die dokumentierten Geschichten hinter bekannten Namen des Zweiten Weltkriegs – und was nach 1945 aus Menschen, Familien und Institutionen wurde.
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