Dr. Johannes Blome-Drees: Genossenschaften als Wirtschafts- und Rechtsform
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Für wen ist die Genossenschaft die geeignete Wirtschafts- und Rechtsform?
Dazu gab Dr. Johannes Blome-Drees bei seinem Vortrag anlässlich des Evangelischen Raiffeisenkongresses einen Überblick.
Er bezog sich u.a. auf eine 2015 vorgelegte Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), die Potenziale und Hemmnisse von unternehmerischen Aktivitäten in der Rechtsform der Genossenschaft erhoben hat. Dr. Blome-Drees ist einer der Autoren der Studie. Mehr Informationen unter:
https://www.genosem.uni-koeln.de/de/f...
Genossenschaftliche Gründungen setzen bei den Initiatoren vor allem die Bereitschaft zum gemeinsamen, demokratischen Wirtschaften voraus, so Blome-Drees.
Die Studie des BMWi sieht Gründungspotenziale vor allem in den Bereichen
Regionalentwicklung und lokale Daseinsvorsorge
Wohnen
Gesundheit und Soziales
Energie, Kommunikationsinfrastruktur, Verkehrswege
Mittelständische Kooperationen, Handwerk und Unternehmensnachfolge
Der Videomitschnitt des Vortrages von Dr. Blome-Drees ist hier abrufbar.
Der Betriebswirtschaftler Dr. Johannes Blome-Drees ist seit 2009 Lecturer am Seminar für Genossenschaftswesen an der Universität Köln und seit 1994 Forschungsbeauftragter des Vereins zur Förderung der genossenschaftswissenschaftlichen Forschung an der Universität zu Köln e.V. Er ist Vorstand der DNI Beteiligungen AG und der Horus AG.
Über den Evangelischen Raiffeisenkongress am 18./19. Juni 2018 in Bonn *
Zum 200. Geburtstag des Genossenschaftsgründers Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818–1888) erinnerte die Evangelische Kirche im Rheinland mit einem Evangelischen Raiffeisenkongress an den christlichen Sozialreformer und Genossenschaftsgründer aus dem Westerwald.
Aus diesem Anlass hatten die Evangelische Akademie im Rheinland gemeinsam mit dem Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD, dem Seminar für Genossenschaftswesen der Universität Köln und der Stiftung Sozialer Protestantismus für den 18. und 19. Juni 2018 ins Bonner Gustav-Stresemann-Institut eingeladen.
„Teilhabe und Teilnahme – Zukunftspotenziale der Genossenschaftsidee“ lautete das Thema der internationalen und interdisziplinären Tagung, die neben thematisch orientierten Referaten auch Projektberichte aus der Praxis, Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und die Möglichkeit zur Vernetzung bot.
Der Kongress war weit mehr als eine Rückschau, er wollte das Vermächtnis von Raiffeisen weiter nach vorne denken und für innovatives genossenschaftliches Handeln werben.
In fünf Themensträngen diskutierten mehr als 30 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis, aus Genossenschaftsverbänden und Genossenschaften, aus Diakonie, Entwicklungsarbeit, Finanzwirtschaft und Kirchenorganisation sowie aus Ökonomie und Theologie über die Zukunft der Genossenschaftsidee.
Der Schwerpunkt der Tagung lag auf neueren Entwicklungen von Genossenschaften, vor allem im Bereich der Sozialwirtschaft, sowie auf anderen Formen nachhaltigen und selbstbestimmten Wirtschaftens etwa in der Finanz- und Energiewirtschaft, im Welthandel und der partizipativen Quartiersgestaltung. Zugleich wurde an Raiffeisens Frömmigkeit als Grundlage für sein ökonomisches und soziales Engagement erinnert.
Mehr Informationen: www.kirche-wirtschaft-soziales.de
und: www.raiffeisen.ekir.de