Die VERGESSENEN Schönheitsrituale Denen Jede Deutsche Frau Der 1950er Ausnahmslos Folgte [DOKU]
Hilde's Zeitreise
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Die VERGESSENEN Schönheitsrituale Denen Jede Deutsche Frau Der 1950er Ausnahmslos Folgte [DOKU]
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Hilde's Zeitreise
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Was deutsche Frauen der Nachkriegszeit jeden Tag an ihrem eigenen Körper taten und warum es niemand festgehalten hat.
Fünf Jahrzehnte lang hat die offizielle Erzählung des Wirtschaftswunders gefeiert, was das Land aufbaute. Fabriken, Straßen, Wohlstand. Aber was es eine gewöhnliche Frau kostete, jeden Morgen aus der Tür zu treten, das hat niemand gefilmt und niemand aufgeschrieben. Diese Dokumentation bringt fünf eigenständige Filme zu einem einzigen fortlaufenden Stück zusammen. Jeder Film zeigt eine andere Wahrheit über das, was Frauen in den fünfziger Jahren an ihrem eigenen Körper taten, bevor der Tag überhaupt begann. Keine Verklärung, kein Heimatfilm, keine polierten Zeitschriftenbilder. Sondern das, was wirklich geschah, in kalten Badezimmern, vor kleinen Spiegeln, mit Mitteln, die heute vergessen sind. Wer diesen Film bis zum Ende sieht, wird verstehen, welches Wissen mit dieser Generation still verschwunden ist.
Die Recherche hinter diesem Film
Die Grundlage dieser fünf Filme bilden Quellen, die selten zusammen betrachtet werden. Persönliche Tagebücher und Briefe aus den Nachkriegsjahrzehnten, standesamtliche und kirchliche Registereinträge, Haushaltsratgeber und Anleitungen zur häuslichen Pflege aus der Zeit, regionalethnografische Studien und mündliche Überlieferungssammlungen aus dem deutschsprachigen Raum, wissenschaftliche Arbeiten zur Alltagsgeschichte von Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Frauenzeitschriftenarchive der Kriegs und Nachkriegszeit sowie begutachtete Studien zu Arbeit, Körperpflege und Alltagsleben im DACH Raum während des Wiederaufbaus. Diese Primärquellen sind entscheidend, weil der Heimatfilm, die Wirtschaftswundererzählung und die illustrierten Zeitschriften der Nachkriegszeit die körperliche Wirklichkeit gewöhnlicher Frauen durch einen polierten Mythos von stiller Erholung und häuslicher Harmonie ersetzt haben. Nur wer auf die Originalzeugnisse zurückgreift, findet, was tatsächlich gelebt wurde.
Fünf Filme in dieser Dokumentation
00:00 - Einführung
00:39 - Das Stille Ritual
16:13 - Der Unsichtbare Schild
36:29 - Die Vertraute Dose
55:07 - Die Unsichtbare Hand
1:12:24 - Die Gesteckte Krone
Zehn wichtige Quellen und weiterführende Literatur
Michael Wildt. Am Beginn der Konsumgesellschaft. Mangelerfahrung, Lebenshaltung, Wohlstandshoffnung in Westdeutschland in den fünfziger Jahren. Hamburger Edition, 1994.
Ingrid Loschek. Reclams Mode und Kostümlexikon. Reclam Verlag, Stuttgart, 2005.
Gundula Wolter. Hosen, weiblich. Kulturgeschichte der Frauenhose. Schüren Verlag, Marburg, 1994.
Beiersdorf AG Konzernarchiv. Firmengeschichte und Produkthistorie der Marke Nivea. Unternehmensarchiv Hamburg.
Henkel AG Konzernarchiv. Geschichte der Marken und Produkte im Bereich Körperpflege und Haushalt. Unternehmensarchiv Düsseldorf.
Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Alltag in der Nachkriegszeit. Dauerausstellung und Begleitpublikationen. Bonn.
Deutsches Hygiene Museum Dresden. Körperpflege und Schönheitsideale im zwanzigsten Jahrhundert. Ausstellungskataloge und Sammlungsbestände.
Bundeszentrale für politische Bildung. Alltagsleben in den fünfziger Jahren. Informationen zur politischen Bildung, verschiedene Ausgaben.
Burda Moden. Originalausgaben der Jahrgänge neunzehnhundertfünfzig bis neunzehnhunderteinundsechzig. Burda Verlag, Offenburg.
Bundesarchiv Koblenz. Bildbestände und Sachakten zur Frauenarbeit und zum häuslichen Leben in der Nachkriegszeit. Bestandsgruppen B und BILD.
Hinweis zum Kanal
Alle Inhalte auf Hilde's Zeitreise sind bildungsbezogen und informativ. Sie wurden geschrieben, um Wissen über den Alltag, die Arbeit und die vergessenen Fertigkeiten gewöhnlicher Frauen im Nachkriegsdeutschland und im deutschsprachigen Europa zwischen ungefähr neunzehnhundertfünfundvierzig und neunzehnhundertfünfundsechzig zu bewahren und zugänglich zu machen. Jedes Skript wird von Hand geschrieben. Bildauswahl und erzählerische Ausrichtung werden intern entwickelt. Ziel ist es nicht, professionelle medizinische oder historische Beratung zu ersetzen, sondern festzuhalten, was gewöhnliche Menschen tatsächlich gelebt, ertragen und in ihren Körpern und Händen gewusst haben, damit dieses Wissen nicht endgültig verloren geht.