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Napoleons Witwe heiratete heimlich, kaum vier Monate nach seinem Tod

Holger Brandt

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Napoleons Witwe heiratete heimlich, kaum vier Monate nach seinem Tod

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Holger Brandt
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Marie-Louise von Österreich war die Tochter eines besiegten Kaisers und wurde zur Ehefrau des Mannes, der ihre eigene Familie gedemütigt hatte. In diesem Video erzählen wir ihre Geschichte von der habsburgischen Kinderstube in Wien über die Ehe mit Napoleon Bonaparte und die Geburt des Königs von Rom bis zu ihrer umstrittenen Verbindung mit Graf Adam Albert von Neipperg, der ihr nach Napoleons Sturz von Wien aus zur Seite gestellt wurde. Wir zeigen, wie aus einer politisch erzwungenen Verbindung eine, nach übereinstimmenden zeitgenössischen Berichten, echte Zuneigung wurde, und wie diese Frau, kaum war ihr Mann gestürzt, unter dem Druck ihres eigenen Vaters und des österreichischen Kanzlers Metternich eine neue Bindung einging, während ihre Ehe mit Napoleon formal noch bestand. Der Film beleuchtet auch ihre Jahre als Herzogin von Parma, in denen sie Sozialreformen durchsetzte, Findelhäuser gründete und den jungen Giuseppe Verdi förderte, ebenso wie ihre spätere, distanzierte Beziehung zu ihrem Sohn, dem Herzog von Reichstadt. Unser Kanal Namen die jeder kennt widmet sich der dokumentarischen Aufarbeitung des Lebens historischer Persönlichkeiten, deren Wirken oft nur in Ausschnitten bekannt ist. Wir recherchieren jede Folge sorgfältig anhand wissenschaftlicher Biografien, zeitgenössischer Memoiren und Archivquellen und legen besonderen Wert darauf, gesicherte Fakten von späteren Interpretationen und Legenden zu trennen. Unser Ziel ist es, komplexe historische Persönlichkeiten weder zu verklären noch pauschal zu verurteilen, sondern die Widersprüche ihres Lebens verständlich und nachvollziehbar darzustellen. Marie-Louise ist eine Figur, die sich einer einfachen Bewertung entzieht. Manche Historiker sehen in ihr vor allem ein Opfer dynastischer Zwänge, das von seinem eigenen Vater und von Metternich in eine neue Bindung gedrängt wurde, kaum dass Napoleon seine Macht verloren hatte. Andere betonen die auffällige Geschwindigkeit, mit der sie sich von ihrem gestürzten Ehemann abwandte, während dieser bis zu seinem Tod formal noch ihr Ehemann war, sowie die jahrelange Verheimlichung ihrer unehelichen Kinder. Beide Lesarten stützen sich auf reale, dokumentierte Ereignisse, und beide lassen sich nicht restlos widerlegen. Nach unserer Einschätzung zeigt ihr Leben vor allem, wie wenig Handlungsspielraum eine Frau in ihrer Position tatsächlich besaß, und zugleich, wie sie innerhalb dieser engen Grenzen durchaus eigene Entscheidungen traf, sichtbar etwa in der Amnestie für die Aufständischen von Parma im Jahr achtzehnhunderteinunddreißig, die sie gegen den ausdrücklichen Widerstand Wiens durchsetzte. Wir bewerten ihr Verhalten in der Rückschau nicht als moralisches Versagen oder als heldenhaften Widerstand, sondern als das Handeln eines Menschen, der zwischen den Interessen zweier Großmächte kaum eigene Wege hatte. Diese Ambivalenz versuchen wir im Video sichtbar zu machen, ohne sie glattzubügeln. Wer sich für die Geschichte der napoleonischen Zeit, für die Politik des Wiener Kongresses oder für das Schicksal der Frauen an der Spitze europäischer Dynastien interessiert, findet in dieser Folge eine detaillierte, quellengestützte Auseinandersetzung mit einer der widersprüchlichsten Figuren dieser Epoche. Quelle 1: Österreichisches Biographisches Lexikon, Österreichische Akademie der Wissenschaften, Eintrag Maria (Marie) Louise, biographien.ac.at/oebl/oebl_M/Maria-Louise__1791_1847.xml Quelle 2: Dizionario Biografico degli Italiani, Istituto della Enciclopedia Italiana Treccani, Eintrag Maria Luigia d'Asburgo Lorena, treccani.it/enciclopedia/maria-luigia-d-asburgo-lorena-imperatrice-dei-francesi-e-regina-d-italia_(Dizionario-Biografico) Quelle 3: Deutsche Biographie, Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Eintrag Marie Louise, Erzherzogin von Österreich, deutsche-biographie.de/gnd118577891.html Quelle 4: Napoleon.org, offizielles Portal der Fondation Napoléon, Biografie Marie-Louise of Austria, napoleon.org/en/history-of-the-two-empires/biographies/marie-louise-of-austria Quelle 5: Die Welt der Habsburger, wissenschaftliches Onlineportal der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H. in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Österreich, habsburger.net/de/personen/habsburger/marie-louise (Объём описания без блока-дисклеймера и тегов: 4294 символа с пробелами — соответствует диапазону 3000–5000.)