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202610_Teil-16_Korridorsanierung der DB im Bereich Neuwied - Update von Ehrenbreitstein bis Neuwied

Ulrich Kütt (My Travel Channel)

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202610_Teil-16_Korridorsanierung der DB im Bereich Neuwied - Update von Ehrenbreitstein bis Neuwied

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Ulrich Kütt (My Travel Channel)
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Ich grüße die Fangemeinde der Bahn und der Korridorsanierung auf der rechten Rheinseite mit einem Update. Es sind noch gut zwei Monate, dann soll die Sanierung abgeschlossen sein. Vor genau zwei Monaten stand ich mit einer offiziellen Beobachtergruppe auf der Baustelle am Bahnhof unterhalb der Burg Ehrenbreitstein. Hier sah nichts mehr nach einem ehemaligen Bahnhof aus. Alles war auf links gedreht. Die neue Personenunterführung war zwar schon in Position, aber viele Gewerke, wie hier die vorgefertigten Betonteile, warteten auf den Einbau. Zwei Wochen später konnte man schon erste Strukturen erahnen. Jetzt, zwei Monate später, kann ich hier am Rheinufer bereits einen fertigen 205 m langen ICE kompatiblen Bahnsteig mit Treppenaufstieg und Gleisen rechts und links erkennen. An den Bahnsteigen und Gleisen in Richtung Bahnhofsgebäude wird noch intensiv gearbeitet. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Maßnahmen hier in gut einem Monat abgeschlossen sind. Ich fahre auf der B42 weiter in Richtung Norden. Kurz vor Vallendar wird gerade eine Lärmschutzwand gebaut. Die Anwohner, die am Hang wohnen, werden sich sicherlich freuen, wenn Sie zukünftig weniger Lärm von Güterzügen hören. Am Bahnhof in Vallendar war ich auch schon Mitte August. Am Vortag war gerade die Personenunterführung eingeschoben worden. Auch hier war noch wenig erkennbar, dass hier mal ein Bahnhalt entstehen soll. Zusätzlich hatte ich Ende August einen eigenen Bericht in YouTube über die Baumaßnahmen dort eingestellt. Da hatte man innerhalb von zwei Wochen erhebliche Fortschritte erzielt und lag bereits der Schotter im Gleisbett. Diese Woche stehe ich wieder hier. Unterdessen sind die Maßnahmen weit fortgeschritten. Die Schienen sind verlegt, ein fertiger Bahnsteig ist erkennbar - an dem zweiten wird noch geschäftig gearbeitet - und letzte Stützmauern werden mit L- Bausteinen eingefügt. An der Straßenüberführung zur Rhein-Insel nach Niederwerth, die allerdings nicht zum Bahnprojekt gehört, ist wenig Fortschritt zu erkennen. Und dann sehe ich tatsächlich mal einen Bautrupp, der Kabel verlegt. Ich hatte schon vermutet, dass die Arbeiten in Nacht und Nebel Aktionen verlaufen. Allerdings sind sie lange nicht so spektakulär, wie die großen Baumaßnahmen. Aber sie machen unter Umständen das gewisse etwas aus - denn hiermit wird die Digitalisierung der Bahnstrecken erreicht. 5 km nördlich im Ortsbereich von Bendorf wird eine Eisenbahnüberführung erneuert. Als ich im August dort war, hatte ich noch Zweifel, ob diese Brücke zeitgerecht fertiggestellt würde. Aber der Projektleiter war da positiv gestimmt. Und dann kamen die Zeitpunkte, die ich verpasst hatte, weil ich andere Projekte im Auge hatte, und die alte sanierungsbedürftige Brücke war abgerissen und die massiven Brückenenden - die sogenannten Widerlager - waren bereits verschoben. Von oben gut sichtbar sind die geplanten Auflageflächen. Es war absehbar, dass hier eine vorgefertigte Betonwanne als Brücke vorgesehen war. Aber ich hatte auch das Gefühl, dass das Projektteam von Leonhard Weiß wenig kooperativ war. Straßen wurden abgesperrt und mit Personal gesichert. Man sollte hier nicht durchkommen. Man wollte anscheinend keine Zuschauer und Bilder. Es war dann mal wieder Zufall, dass ich am Freitag noch mal hierher kam. Aber da waren die Fertigbeton Brückenteile durch den massiven Kran der Firma Haag bereits eingehoben. Aufnahmen waren auch nur aus großer Entfernung mit der Drohne möglich. Aber ich sah auch noch etwas überraschendes: Links neben der Straßenunterführung entsteht durch Fertigbetonteile eine zusätzliche Fußgänger- und Fahrrad-Unterführung. Nur 2 km nördlich ist der Bahnhalt Neuwied Engers. Die Baustelle sah im August von oben wie der Bau einer Bunkeranlage aus. Dabei sollte es nur eine Personenunterführung mit zusätzlichem Zugang von der Stadt werden. Das Bahnhofsgebäude wird schon lange anderweitig genutzt. Die Personenunterführung wurde im September verschoben. Danach begannen die Verdichtungsarbeiten. Jetzt Mitte Oktober sind noch große Lücken im zukünftigen Bahnhalt ersichtlich. Da werden wohl noch einige fleißige Hände eingeflogen werden müssen, um die Baustelle fertigzustellen. Mich fragte ein interessierter Eisenbahn-Fan, ob die Bahn unterdessen eine zusätzliche Weiche für die mögliche Reaktivierung der Brixtal-Bahn eingefügt hätte. Hier sieht man nichts, aber der Abzweig wäre meines Wissens auch südlicher gelegen. Am Neuwieder Bahnhof wurde zu Beginn der Arbeiten planmäßig der Bahnsteig 3 abgerissen, denn er sollte auf die Standardhöhe von 75 cm über Gleishöhe aufgebaut werden, sowie die Überdachungen am Bahnsteig 1 abgerissen und entsorgt werden. Im Anschluss wurden die Stahlträger teilweise eingehaust, um sie sandzustrahlen. Andere wurden ausgetauscht und mit massiven Sockeln neu im Bahnsteig 1 verankert. Unterdessen glänzen die T-Träger für die Überdachung wieder wie neu. ......