Titisee, 39 Meter tief: Der See verbirgt ein Geheimnis, über das kaum jemand spricht
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Titisee, 39 Meter tief: Der See verbirgt ein Geheimnis, über das kaum jemand spricht
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Am Ausfluss des Titisees stieß 1840 ein Pflug auf behauene Tuffblöcke – darunter lagen zwei Steinsärge, Seite an Seite, nach Osten gerichtet. Der Archäologe Andreas Haasis-Berner datiert sie in die Zeit zwischen 700 und 900, Jahrhunderte bevor der See in einer Urkunde auftaucht. Wer hier begraben wurde – Menschen, die am See lebten, oder Reisende auf dem Weg über den Wald? Drei Spuren führen zur Antwort: die Särge, eine Urkunde über einen halben See und der Boden rund um das Ufer.
Kapitel
0:00 Zwei Steinsärge am Ausfluss
1:24 Der Mann mit der Skizze
2:39 Die erste Spur
5:31 Eine Stadt im See?
9:41 Ein halber See
13:35 Der Weg über den Wald
16:47 Die dritte Spur
19:06 Der stärkste Einwand
21:11 Wo es jetzt liegt
22:05 Die Bedingung der Sage
Quellen
• Haasis-Berner, Andreas: Das Rätsel vom Titisee – ein Beitrag zur frühmittelalterlichen Besiedlung des Hochschwarzwaldes. Archäologische Nachrichten aus Baden 80/81, 2010, S. 45–51
• Haasis-Berner, Andreas: Siedlung – Kirche – Friedhof: das frühmittelalterliche Bärenthal. In: Archäologie im Landkreis Tuttlingen, 2025, S. 183–191; Gemeinde Bärenthal: Gemeindeportrait
• Schäfer, Alfons: Die Höllentalstraße. Ihre Erschließung und ihre Bedeutung für den Handelsverkehr vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert (mit den Urkundenzitaten nach F. L. Baumann, Die ältesten Urkunden von Allerheiligen in Schaffhausen, 1883)
• Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), Institut für Seenforschung: Titisee – Steckbrief, Langenargen, Juli 2015
• Hemmerle, H. et al.: Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg i. Br. 106, 2016, S. 31–67 (Würm-Stadien des Feldberggletschers; Laacher-See-Tephra im Feldsee nach Merkt & Lang)
• Stadt Titisee-Neustadt: Geschichte der Stadt
• Badische Zeitung: Am Titisee lebten schon früher als vermutet Menschen, Titisee-Neustadt, 26.02.2011
• Badische Zeitung: Siedlungen am Titisee: 1111 war nur eine Wegmarke (Roland Weis), 2011; Die Siedlung am See ist der älteste nachweisbare Ort in der Stadt, 2011; Schnell, schnell, Titisee feiert doch Geburtstag!, 2011
• Badische Zeitung: Hügelforschung auf 1060 Höhenmetern, 2015; Wolfrum, Sebastian: Das Feuer der Urahnen, 24.09.2015
• Universität Tübingen, Ur- und Frühgeschichte: Bachelorarbeit „Die Steinhügel von Titisee-Neustadt. Eine Ausgrabung 2015 an der ‚Fehrn‘“, 2016
• Allgemeine Deutsche Biographie: Schreiber, Heinrich; Neue Deutsche Biographie, Bd. 23, 2007: Schreiber, Heinrich
• heidelberg24: Auf dem Grund eines Sees in Baden-Württemberg soll sich eine versunkene Stadt befinden, 02.10.2024
• schwarzwald-aktuell.eu: G'schichtle: Vom Titisee und seiner Stadt auf dem Grunde des Sees, 02.01.2026
• Kloster Friedenweiler: Cistopedia; Gemeinde Friedenweiler
• Stadt Löffingen: Kulturdenkmal Römerstraße bei Dittishausen
• Landesarchiv Baden-Württemberg: Le Lac de Titi sur la route de Schaffhouse (GLA Karlsruhe J-B Baden (Land) 8, 1)
Hinweis: Von den beiden Steinsärgen gibt es keine freien Fotos, und ihr heutiger Verbleib ist uns nicht bekannt. Die Särge werden als KI-Rekonstruktion gezeigt. Zum Vergleich erscheint ein merowingischer Steinsarkophag aus Aytré (Frankreich) – nicht der Fund vom Titisee. Die Sagen werden als Sagen erzählt.
Bildnachweise (Wikimedia Commons)
Thumbnail: nachgestellte Szene (KI)
CC BY-SA 4.0: Mussklprozz, Ringtonatus, Ventus55, TeWeBs, Alabasterstein, Ymblanter, Carsten Steger
CC BY-SA 3.0: Andreas Schwarzkopf, Ch ivk, joergens.mi, Flominator, World Imaging, Ji-Elle, Hauserphoton, Joachim Haller
CC BY 4.0: Landesarchiv Baden-Württemberg (Staatsarchiv Freiburg, Foto Willy Pragher; Generallandesarchiv Karlsruhe), Kent Wang, Markus Winkler
CC BY 3.0: Andreas Praefcke, Baden de (Panoramio)
CC0: Augustinermuseum Freiburg (Foto Gottlieb Theodor Hase), Klemens Maier, Elfriede Birkenmayer (Landesarchiv BW, LandApp)
gemeinfrei: Gottlieb Theodor Hase, Neue Photographische Gesellschaft Steglitz-Berlin, Arnold Lyongrün, unbekannte Urheber (Kreidelithographie um 1830, Titisee um 1900, 1909, Autochrom 1910, Bildnis der Äbtissin Maria Martha Stegerin)
Videos – YouTube: [nach dem Render aus _creditos_studio.txt ergänzen] · Stock: Pexels · Pixabay · Envato Elements
Szenen mit dem Hinweis „KI-Rekonstruktion“ sind KI-generiert, keine Originalaufnahmen.
#Titisee #Schwarzwald #Archäologie #Doku #Deutschland