Wanderung durch die Schlucht der Todesängste in der Caldera de Taburiente
Hiking Bernd - Urban Exploration and Outdoor
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Wanderung durch die Schlucht der Todesängste in der Caldera de Taburiente
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Der Nationalpark Caldera de Taburiente (spanisch Parque Nacional de la Caldera de Taburiente) liegt auf der Kanarischen Insel La Palma. Er bildet eine nach Westen offene krater- oder calderaähnliche Vertiefung im Zentrum der Insel.
Die Caldera de Taburiente misst etwa neun Kilometer im Durchmesser und hat einen Umfang von rund 28 Kilometern. Ihre tiefste Stelle liegt bei etwa 430 Metern ü. Meeresspiegel. Den höchsten Punkt von 2.426 Metern ü. Meeresspiegel erreicht der Kraterrand im Norden mit dem gleichzeitig höchsten Punkt La Palmas, dem Roque de los Muchachos. Auf der Ostflanke der Caldera erhebt sich der 1.854 Metern hohe Berg Pico Bejenado. Das in der Caldera anfallende Wasser fließt durch den Barranco de Las Angustias im Westen der Insel in den Atlantik.
Den Ureinwohnern La Palmas, den Auritas oder Benahoaritas des Stammes der Acero diente der Kraterkessel als letzter Zufluchtsort, als 1492 die Eroberung im Namen der Krone Kastiliens unter Alonso Fernández de Lugo begann.
Wir parken für diese Streckenwanderung am Parkplatz am Bachbett des Barranco de las Angustias. Hier wartet schon morgens eine "Einweiserin" die an dieser Wanderung Interessierte in bereitstehende Taxis einweist. Der Wagen kostete 52 Euro, da wir ihn mit zwei spanischen Wanderern zusammen genommen haben, zahlten wir davon zu zweit die Hälfte. Von 220 Meter Höhe führt die kurvenreiche, teils extrem enge Straße hinauf auf 1030 Meter.
Die Fahrtzeit betrug dabei eine gute dreiviertel Stunde. Los Brecitos nennt sich der Endpunkt der Fahrt und der Beginn der Wanderung - Eine kleine Wendefläche am Abgrund in die Caldera.
Dem spanischen Pärchen lassen wir ein wenig Vorsprung und sehen sie auch nicht mehr wieder. Wir wandern ganz einsam in der Felsflanke, immer den Blick auf die ringsum umgebenden Felswände, recht human bergab. Nach anderthalb bis zwei Stunden erreichen wir die Playa de Taburiente. Die Playa de Taburiente ist kein Strand im üblichen Sinn, sondern ein Platz am Taburiente Fluss. Umgeben von üppiger Vegetation und majestätischen Bergen, bietet dieser Ort eine einzigartige Kulisse für Erholung und Abenteuer. Mit Genehmigung darf man hier sogar zelten.
Von hier aus geht es mit grandiosen Aussichten bergab. Inmitten des Kraters gibt es zwischen zwei Schluchten einen Bergkamm, auf dem sich eine knapp hundert Meter hohe Felsnadel aus vulkanischem Basalt emporhebt, der Roque Idafe. Dieser Stein hat nach Überlieferung der Ureinwohner eine große Bedeutung gehabt. Ihm wurden Tieropfer dargebracht, um einen Einsturz des Felsens und damit eine große Katastrophe zu verhindern, da er vermutlich als Stütze zwischen Himmel und Erde angesehen wurde. Archäologische Funde in diesem Gebiet konnten dazu allerdings nicht gemacht werden. Der Roque Idafe wurde 1994 zum Naturdenkmal erklärt. Bei unserem weiteren Abstieg haben wir diese Felsnadel immer wieder im Blick. Wir gehen schließlich längs einer Felsenschlucht weiter und bald kommen wir hinunter an den Bach.
Hier machen wir einen kurzen Abstecher in Gegenrichtung, folgen dem Bächlein zur Cascada de Colores. Der kleine Wasserfall der Farben bildet sich hier an einer künstlichen Staustufe. Das eisenhaltige Wasser hat den leicht versteinerten Hintergrund rötlich eingefärbt. Besser gefallen hat der wohl unbenannte kleine Wasserfall, den wir bereits beim vorherigen Abstieg unter uns entdeckt hatten.
Weiter geht unsere Wanderung nun dem Bach folgend. Schließlich vereint sich bei Dos Aguas der Rio Almendro Amargo mit dem von rechts kommenden Rio Taburiente. Wir queren nun den Bach und gelangen in die Schlucht der Todesängste. So vielversprechend der Name klang, war ich dann doch ein wenig enttäuscht. auch wenn wir die markierten Umgehungen nicht wahrnahmen, sondern einfach schwieriger dem Bachbett folgten. Sehr schwierig wurde es dabei nie und Ängste kamen erst recht keine auf. Einzig etwas schwierigere Stelle lag an dem kleinen Felstor mit der Wasserfallstufe. Es war ganz nett durch die sich teils verengende Schlucht zu wandern.
Nach einiger Zeit öffnet sich die bald wasserlose Schlucht und führt uns zurück zu unserem Mietwagen.
Die Runde findet sich als Tour Nr. 39 im Rother Wanderführer: La Palma und nennt sich: " Von Los Brecitos durch die Caldera de Taburiente".
Dort ist die Tour wie folgt angegeben:
Länge 13 Km.
Aufstieg: 200 m.
Abstieg: 1000 m.
Dauer 4:45 Std.
Wenn man allerdings diese Tour genießen möchte, braucht man einiges länger und kann dies als gute Tagestour einplanen.
Musik:
Fluidscape von Kevin MacLeod unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz "Namensnennung 4.0". https://creativecommons.org/licenses/...
Quelle: http://incompetech.com/music/royalty-...
Künstler: http://incompetech.com/