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ICH HAB GELERNT, NICHTS ZU BRAUCHEN | Wenn Kinder lernen zu funktionieren

Richard – Zwischen den Zeilen

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ICH HAB GELERNT, NICHTS ZU BRAUCHEN | Wenn Kinder lernen zu funktionieren

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Richard – Zwischen den Zeilen
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#Deutschrap #Kindheit #ZwischenDenZeilen „Ich hab gelernt, nichts zu brauchen“ ist ein Song über Kinder – und über die Erwachsenen, die einmal diese Kinder waren. Ein „Später“. Ein „Beeil dich“. Ein „Du kannst das doch besser“. Ein „Stell dich nicht so an“. Für uns Erwachsene sind das manchmal nur Nebensätze. Doch was macht ein Kind daraus? Ein Kind versteht noch nicht: Mama ist überfordert. Papa hat Angst um seinen Job. Das Geld ist knapp. Die Erwachsenen tragen selbst Geschichten mit sich herum, die lange vor diesem Kind begonnen haben. Ein Kind sucht die Erklärung oft bei sich. Dann bin ich eben leiser. Dann störe ich nicht. Dann werde ich besser. Dann brauche ich eben niemanden. Und irgendwann ist dieses Kind erwachsen. Es funktioniert. Es arbeitet. Es kümmert sich. Es löst die Probleme anderer. Es wirkt stark. Nur Hilfe annehmen fällt schwer. Nähe kann Angst machen. Und auf die einfache Frage „Wie geht es dir?“ kommt automatisch: „Alles gut.“ Vielleicht ist manches von dem, was wir später unsere Persönlichkeit nennen, irgendwann einmal entstanden, weil ein Kind versucht hat, in seiner Welt zurechtzukommen. Dieser Song will Eltern nicht anklagen. Er will auch keine Schuld verteilen. Er möchte etwas anderes: Dass wir hinhören. Denn Kinder lernen nicht nur aus dem, was wir ihnen sagen. Sie lernen aus unseren Blicken. Aus unserem Schweigen. Aus unserer Zeit. Aus unserer Abwesenheit. Und aus all dem, was zwischen den Zeilen passiert. Vielleicht sollten wir Kinder nicht nur darauf vorbereiten, in dieser Welt zu funktionieren. Vielleicht sollten wir dafür sorgen, dass sie sich darin nicht erst verlieren. Richard – Zwischen den Zeilen Musik über das, worüber wir viel zu selten sprechen.