500 Jahre Bauernaufstand 1524/25 - 2024/25 im Südschwarzwald
Roland Kroell
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500 Jahre Bauernaufstand 1524/25 - 2024/25 im Südschwarzwald
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Vor 500 Jahren, 1524/25, gab es einen bedeutenden Bauernaufstand in Deutschland. Der Ursprung soll in Stühlingen gewesen sein. Dort lehnten sich die Bauern gegen immer neue Abgaben, Ablasshandel und andere Drangsale gegen ihre Grundherren auf.
Hier ein Hörbild aus dem Jahre 1983 (gekürzt).
Text: Wolfgang Duffner,
Musik: Roland Kroell, Regie: Manfred Schradi, Produktion SWF.
Als oberster Feldhauptmann wurde Hans Müller von Bulgenbach erwählt. Er organisierte die Bauernaufstände im ganzen Südschwarzwald.
Die Menschen hatten auf einen neuen Kaiser gehofft, der der Sage nach aus dem Schwarzwald kommen sollte. Deshalb kleidete sich Hans Müller mit einem purpurnem Gewand als neuer "Erlöser" oder "Kaiser". Es gelang ihm fast alle Städte und Dörfer für seine "Evangelische Bruderschaft" zu mobilisieren. Im Mai 1525 gelang ihm das Unmögliche. Fast 20 000 Bauern zogen vom Bodensee über Donaueschingen auf Freiburg zu. Nach 3 Tagen Belagerung kapitulierte Freiburg. Dadurch war der ganze Südschwarzwald, der Kaiserstuhl, das Markgräfler Land, bis hinauf nach Rottweil, Balingen in die Hände der Bauernbewegung gefallen. "Schade, dass die Bewegung des deutschen Bauernkrieges nicht durchgedrungen ist", schrieb 1848 Alexander von Humboldt. Mit 62 Artikeln wollten die Bauern eine gerechte Welt und keine Leibeigenen mehr sein. Diese Forderungen wurden auf 12 Artikel gekürzt, mit einem Herold in allen Dörfern vorgetragen. Diese sind ein Grundpfeiler unserer heutigen Verfassung.
Und diese Grundwerte, "wie die Würde des Menschen sind unantastbar", müssen immer wieder neu eingefordert werden.
Am 8. Januar 2024 gab es in Deutschland bundesweit Bauernproteste.
Dieser Kampf für Freiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit darf nie aufgegeben werden.
WIr danken den Bauern für ihren Mut! Damals, wie heute!!
Mit zahlreichen historischen Abbildungen, u.a. von Albrecht Dürer aus dem Buch von Adolf Waas "Der Bauernkrieg" und Beiheft der Bauernoper: Holzstich aus: "Illustre Geschichte der frühbürgerlichen Revolution" herausgegeben von Adolf Laube, 1974, sowie eine Karte von Günter Koppenhöfer (Roman über Hans Müller von Bulgenbach) und neue Hinweistafeln von Jannik Isele, Bulgenbach am Rappensteig...
Die Musik: Roland Kroell: Gesang, Langhalslaute, Flöten, Trommeln und Schwarzwälder Dudelsack; Tonio Passlick: Krummhorn, Bass- und Blockflöten, Gitarre, Mandola; Irené Passlick: Streichpsalter; Klaus der Geiger: Geige; Maria Carlotti: Hackbrett, u.a.
Lied der Stühlinger Bauern "Viili Geyer sin usgfloge" (Roland Kroell - nach dem Püntischen Liedlein)
zu den Liedern neuer Film 2025
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