Katharinaberg (Südtirol/BZ - I) Geläute der Pfarrkirche zur Hl. Katharina
Oberlandglocke
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Katharinaberg (Südtirol/BZ - I) Geläute der Pfarrkirche zur Hl. Katharina
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Es läuten die 4 Glocken der Pfarrkirche zur Hl. Katharina aus Katharinaberg in Südtirol.
Stimmung:
f' a' c'' d''
Gießer:
Gl. 1 Johann Grassmayr, Habichen (1836)
Gl. 2 und 3 Johann Michael Zach, Bozen (1814)
Gl. 4 Luigi Colbacchini, Trient (1925)
Katharinaberg ist eine Fraktion der Gemeinde Schnals und liegt hoch über dem Talboden des unteren Schnalstals auf einer Seehöhe von 1245 m s.l.m.
Das Schnalstal ist ein linkes Seitental des oberen Etschtals bzw. des Vinschgaus, beginnt zwischen Naturns und Staben und zieht sich über 20 Kilometer in Richtung Nordwesten in die Ötztaler Alpen hinein.
Die Pfarrkirche von Katharinaberg thront auf einem Felsen und ist schon von Weitem sichtbar.
Hier stand bis 1350 die Schnalsburg mit einer Katharinenkapelle, die den Bewohnern als Gotteshaus diente. 1350 ließ man die Burg schleifen. 1498 stiftete Christian Weithaler, dessen schwerkranke Tochter kurz vor der Entbindung stand, auf dem alten Burggelände eine neue Kirche.
Der unterste Teil des ehemaligen Bergfrieds konnte vermutlich noch mitverwendet werden. Bis 1730 kam an jedem 3. Sonntag ein Geistlicher von Naturns hierher, um die Hl. Messe zu lesen.
1735 erhielt Katharinaberg einen ständigen Kurator und 1748 wurde die Kirche auf die heutigen Außmaße vergrößert.
Nach dem Großbrand von 1813, der große Schäden an der Kirche anrichtete (nur die drei Altäre blieben verschont), musste die Kirche wiederaufgebaut werden.
Einen der Seitenaltäre hat man in der Beinkapelle im Erdgeschoss des Turms aufgestellt.
1919 wurde Katharinaberg zur eigenständigen Pfarrei erhoben.
Inneres
Dem Hochaltarbild "Vermählung der Hl. Katharina" von Simon Ybertrachter (um 1750) stehen die Figuren der Hll. Katharina und Barbara (17. Jh.), sowie Notburga und Isidor (19. Jh.) zur Seite.
J. Meraner baute die beiden neuromanischen Seitenaltäre.
Die Figuren schnitzte Josef Bacher 1902: Links (Altarbild "Maria über Katharinaberg") stehen die Hll. Aloisius und Johannes Nepomuk, rechts vor gemalter Landschaft der Hl. Sebastian und seitlich der Hl. Georg und Erzengel Michael.
Die Kanzel wurde 1872 von Rudolf Walch bemalt.
Zwischen der dekorativen Ausmalung liegen Medaillonbilder, gemalt 1933 von Cassian Dapoz.
Von den schönen Nebenfiguren ist besonders der Schmerzensmann zu erwähnen.
Ihn hat 1803 der blinde Josef Kleinhans aus Nauders geschnitzt.
Zusätzlich gibt es noch schöne Konsolenfiguren an den Langhauswänden: Hl. Martin unter dem Baldachin (18. Jh.), Mutter Anna und Joachim (18. Jh.).
Glasfenster mit Teppichmuster von Franz Winkler, Bozen.
Quelle: Walter Rampl, "Ein Haus voll Glorie schauet" - Band Südtirol 3
Herzlichen Dank dem Autor!
Danke sagen möchte ich hiermit dem freundlichen Pfarrmesner von Katharinaberg sowie meinem Begleiter!