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X07b – Was bleibt, wenn Arbeit nichts mehr kostet: Die Grenzen des Billigwerdens durch KI

Till Albert

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X07b – Was bleibt, wenn Arbeit nichts mehr kostet: Die Grenzen des Billigwerdens durch KI

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Till Albert
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Wenn ein Teil der Produktion billiger wird — was passiert dann mit dem Rest? Die naheliegende Antwort wäre: Er bleibt anteilig gleich. Tatsächlich passiert das Gegenteil. Vier voneinander unabhängige ökonomische Argumente führen zum selben Ergebnis, und drei davon sind über hundert Jahre alt: Baumols Kostenkrankheit, Jevons Paradox, Hirschs Positionsgüter und Henry Georges Rentenargument von 1879. Dazu kommt ein technisches Argument aus dem eigenen Fachgebiet — Moravecs Paradox erklärt, warum ausgerechnet der teuerste Teil des Warenkorbs der beständigste ist. Und am Ende eine Einschränkung in eigener Sache: Für Güter mit Grenzkosten nahe null gilt die Kostenrechnung aus dem vorigen Video nicht. *In diesem Video:* Baumols Kostenkrankheit am Beispiel des Streichquartetts Warum der langsamste Input das Wachstumstempo bestimmt Jevons Paradox 1865 — und derselbe Mechanismus bei Sprachmodellen heute Der Rebound-Effekt: was die Empirie hergibt und was nicht Positionsgüter: Knappheit, die keine technische Knappheit ist Moravecs Paradox und der physisch gebundene Teil des Warenkorbs Warum Informationsgüter strukturell zu Monopolen tendieren *Wissenschaftliche Grundlage:* Baumol & Bowen (1966); Baumol (1967), AER; Aghion, Jones & Jones (2019), The Economics of Artificial Intelligence; Jevons (1865), The Coal Question; Sorrell (2007), UKERC; Hirsch (1976), Social Limits to Growth; George (1879), Progress and Poverty; Moravec (1988), Mind Children; Shapiro & Varian (1998), Information Rules; Epoch AI, LLM Inference Price Trends. --- Timestamps 0:00 Titelfolie 0:14 Lernziele 0:38 Der Rest ist kein Rundungsfehler 1:10 Baumol: Was billig wird, verliert an Gewicht 1:52 Formalisiert: Das Nicht-Verbesserte bestimmt das Tempo 3:04 Jevons, 1865: Effizienz senkte den Verbrauch nicht 3:46 Heute heißt das Rebound-Effekt 4:32 Der Fall liegt im eigenen Fachgebiet 5:43 Manche Güter lassen sich grundsätzlich nicht vermehren 6:25 1879 wurde dieselbe Frage schon gestellt 7:09 Vier Argumente, ein Ziel 7:45 Und ein fünftes, technisches Argument 8:32 Für eine Güterklasse gilt die Rechnung nicht 9:16 Zwei Preiswelten nebeneinander 9:54 Zusammenfassung 10:24 Outro 10:50 Quellenverzeichnis Weitere Videos in dieser Reihe ▶ [X07a – Woraus ein Preis besteht](   • X07a – Was bleibt, wenn Arbeit nichts mehr...  ) (vorheriges Thema in diesem Block) ▶ [X07c – Wo das Geld bleibt](   • X07c – Was bleibt, wenn Arbeit nichts mehr...  ) (nächstes Thema in diesem Block) *Direkt anschließende Themen:* ▶ [X01b – Die Post-Labor-Economy-These](   • X01b Post-Labor Economy und die KI-Arbeits...  ) (Fred Hirschs Positionsgüter werden dort eingeführt, hier als strukturelle Grenze vertieft) ▶ [Zur vollständigen Playlist: Trustworthy AI](   • Trustworthy Artificial Intelligence  ) --- Tags (10–15 Schlagwörter) Trustworthy AI, Baumol, Kostenkrankheit, Jevons-Paradox, Rebound-Effekt, Positionsgüter, Henry George, Moravecs Paradox, Grenzkosten, Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Preisentwicklung