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St. Bartholomäus Föhren - Stundenschlag und Angelusläuten (Berndatte-Glocke)

Orgelspiel

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St. Bartholomäus Föhren - Stundenschlag und Angelusläuten (Berndatte-Glocke)

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1. Aufnahme mit Nebengeräuschen, Standort "Im Klostergarten", 18.10.26 2. 06:04 Aufnahme Erdgeschoss Turm, 13.09.26 Die Kirche St. Bartholomäus in Föhren (Landkreis Trier-Saarburg, Rheinland-Pfalz) nennt seit 1961 ein schönes Vierergeläut ihr Eigen. Der älteste Teil der heute vorhandenen Kirchenanlage ist das heute als Querschiff genutzte barocke Kirchenschiff von 1782-84. Es trug einen kleinen, heute nicht mehr vorhandenen Dachreiter, der nur zwei Glocken beherbergen konnte. 1955-56 kam es zu einem großen Erweiterungsbau an der Südwestseite des barocken Kirchenschiffes. Letztmalig wurde die Kirche 1980-81 im Rahmen einer liturgischen Neuordnung eingreifend umgestaltet und das liturgische Zentrum wieder in den Bereich des alten Kirchenschiffes verlagert. Nach der Kirchenerweiterung in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde ein markanter neuer Glockenturm im Norden des Gebäudekomplexes erbaut. Der schlicht gestaltete, ca. 35 m hohe Baukörper besteht aus einem sich leicht verjüngenden hohen Turmschaft mit sehr großen Schallöffnungen auf den vier Seiten der Glockenstube, der von einem niedrigen Zeltdach bekrönt wird. Er ist städtebaulich markant an der Einmündung der Bachstraße in die Hauptstraße positioniert und markiert als höchstes Gebäude und schon von weitem sichtbares Wahrzeichen der Gemeinde das historische, jahrhundertalte Zentrum der Ortslage. Am 14. Mai 1961 konnten unter Pfarrer Bidinger drei neue Bronzeglocken der Glockengießerei Mark aus Brockscheid geweiht werden. Diese ergänzen eine vorhandene Marienglocke von Mabillon (Saarburg) aus dem Jahr 1949. Damals erhielt die Filialkirche von St. Bartholomäus, St. Elisabeth in Naurath, die zweite vorher in Föhren vorhandene Glocke. Seit 1961 erklingt das Geläute in der Disposition dis‘, fis‘, gis‘, ais‘ (ausgefüllter Molldreiklang), was das sog. Präfations-Motiv oder „O Heiland, reiß die Himmel auf“ ergibt. Die Glocken hängen in der geräumigen Glockenstube in einem zweigefachigen und zweistöckigen hölzernen Glockenstuhl und läuten an geraden Holzjochen in Nord-Süd-Richtung; Glocke IV hängt über Glocke I, Glocke III über Glocke II. Nach der Außenrenovierung des Kirchturms 2011, bei der auch die vier Kirchturmuhren auf den vier Turmseiten erneuert wurden, folgte die Innensanierung 2015 (Firma Schmitt, Brockscheid). Dies beinhaltete die Erneuerung sämtlicher Glockenantriebe, der Glocken- und Klöppelaufhängungen und Jochlager, die Schlagwerke für die beiden größten Glocken sowie neue Stahltreppen im Inneren des Turmes für einen sicheren Zugang. Glocke I – Bartholomäus – Schlagton Nominal dis‘ +4 J. Mark und Sohn, Brockscheid 1961; Bronze, mittelschwere Rippe, Durchmesser 1.315 mm, Höhe mit Krone 1.260 mm, Gewicht ca. 1.600 kg Inschrift Schulter: + ERHALT IN UNS DEN GLAUBEN AN JESUS CHRISTUS, DEN SOHN GOTTES. Inschrift Flanke unter Relief des hl. Bartholomäus: JN HONOREM STI. BARHTOLOMAE (sic!) APOSTOLI / PATRONI PRINCIPALIS PAROCHIAE FÖHREN Glocke II – Bernadette (Angelusglocke) – Schlagton Nominal fis‘ +1 J. Mark und Sohn, Brockscheid 1961; Bronze, mittelschwere Rippe, Durchmesser 1.107 mm, Höhe mit Krone 1.060 mm, Gewicht ca. 800 kg Inschrift Schulter: + SI + DEUS + PRO + NOBIS + QUIS + CONTRA + NOS Inschrift Flanke: ICH WURDE VON / FRANZ EUGEN REICHSGRAF / VON KESSELSTATT U. SEINER / EHEFRAU LOUISETTE / GEB. VON LAVERAN - STIEBAR / AM PFINGSTFEST 1961 / GESTIFTET Auf Flanke der Rückseite Allianzwappen der Eheleute, links das Wappen der Familie Laveran-Stiebar, rechts das Wappen der Familie Kesselstatt. Glocke III – Donatus – Schlagton Nominal gis‘ +6 J. Mark und Sohn, Brockscheid 1961; Bronze, mittelschwere Rippe, Durchmesser 983 mm, Höhe mit Krone 950 mm, Gewicht ca. 600 kg Inschrift Vorderseite Flanke: + ST. DONATUS WOLLE UNS BEWAHREN, VOR KRIEG, GEWITTER U. GEFAHREN. Inschrift Flanke unter Relief des Donatus: JN HONOREM STI. DONATI / MARTYRI ET PATRONI NOSTRI Glocke IV – Maria – Schlagton Nominal ais‘ +10 Mabillon, Saarburg 1949; Bronze, mittelschwere Rippe, Durchmesser 848 mm, Höhe mit Krone 793 mm, Gewicht ca. 320 kg Inschrift Vorderseite Flanke: IN HONOREM B. MARIÆ V. Inschrift Rückseite Flanke: ICH TRAGE CHRISTUS IN DIE WELT. / KŒNIGIN DES FRIEDENS, BITTE FÜR UNS. Inschrift Wolm: GEGOSSEN UNTER H. H. PFR. BIDINGER FUER DIE KATH. PFARRKIRCHE FŒHREN 1949. Läuteordnung: Plenum I–II–III–IV: an Festen, Sonntagen und zu Brautämtern/Trauungen 5 Minuten, an Hochfesten 10 min zum Zusammenläuten; nach Sterbeämtern; zum Neuen Jahr und zum Beginn des Kirchenjahres Teilgeläute II-III-IV: zum Zusammenläuten an Werktagen, bei Wort- und Taufgottesdiensten Glocke I – Totenglocke nach Bekanntwerden eines Sterbefalls; Stundenschlag Glocke II – Angelusglocke; Viertelstundenschlag; „Zinken“ bei der Wandlung Glocke III – Erstläuten 30 min vor allen Gottesdiensten Glocke IV – Zur Taufe Quellen: Glockeninventarisierung von Sebastian Schritt vom 28.03.2001 Artikel von Peter Feltes im Veranstaltungskalender der Gemeinde Föhren 2016 Eigene Recherche