Wem gehörte im Mittelalter eigentlich der Wald?
Tiefenzeit
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Wem gehörte im Mittelalter eigentlich der Wald?
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Tiefenzeit
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Der Wald der Märchen ist wild und herrenlos. Der echte mittelalterliche Wald war vermessen, besessen und bewacht.
Bannwald, Forstordnung, Leseholzrecht: Wer Holz brauchte, durfte nur nehmen, was bereits heruntergefallen war – und selbst das nur in festgelegtem Umfang. Holzfrevel wurde vor dem Waldgericht verhandelt, und für einen gefällten jungen Baum drohten härtere Strafen als für ein gestohlenes Huhn.
Dazu die Niederwald- und Mittelwaldwirtschaft: ein Rotationssystem über 7 bis 15 Jahre, das Brennholz unbegrenzt nachwachsen ließ. Keine primitive Sammelwirtschaft, sondern durchdachte Ressourcenplanung.
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