Silly Interwiev in der Jungen Garde Dresden
Ostmusik
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Silly Interwiev in der Jungen Garde Dresden
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Silly, ursprünglich Familie Silly, ist eine deutsche Rockband, die 1978 in Ost-Berlin gegründet und mit der Sängerin Tamara Danz populär wurde.
Heute besteht die Band aus dem langjährigen Musikerstamm Rüdiger „Ritchie“ Barton (Keyboard, Gesang), Uwe Hassbecker (Gitarre, Geige), Hans-Jürgen „Jäcki“ Reznicek (E-Bass) sowie – bis Dezember 2018 – der Sängerin Anna Loos. Die Rolle der Sängerinnen übernehmen seit dem Jahre 2019 die beiden bekannten Künstlerinnen AnNa R. und Julia Neigel. Als „ständige Gastmusiker“ sind Reinhard Petereit alias Herr Petereit, Daniel Hassbecker und Ronny Dehn dabei.
Thomas Fritzsching (Gitarre, Gesang) gründete die Band 1978 in Ost-Berlin. Zusammen mit Mathias Schramm (E-Bass) entdeckte er Tamara Danz als Sängerin, holte den Keyboarder Ulrich Mann von der Musikhochschule Weimar, Mike Schafmeier (Schlagzeug) aus Cottbus und Manfred Kusno (Keyboard), der jedoch bald zur Band Metropol wechselte.
Der Bandname Silly stand bereits fest, wurde aber von den DDR-Behörden wegen des Anglizismus nicht zugelassen; überdies wird silly übersetzt mit „albern“, „einfältig“. So nannte sich die Band Familie Silly und erklärte Silly kurzerhand zum Bandmaskottchen – eine Katze. Die damaligen Behörden akzeptierten schließlich, dass sich die Band seit 1982 nur noch Silly nennt. Die ersten Gastspiele fanden in Rumänien und in Norwegen statt. Besonders in Rumänien waren sie sehr erfolgreich. 1981 gewannen sie den Grand Prix der Bratislavska Lyra, einen der bedeutendsten Unterhaltungsmusikpreise der RGW-Staaten.
Ursprünglich wurde Silly als eine unbedarfte, lustige Combo inszeniert, vergleichbar mit dem Charakter der Neuen Deutschen Welle in Westdeutschland. Nach Veröffentlichung des Albums Tanzt keiner Boogie kam es zu Umbesetzungen: 1982 ersetzte Ritchie Barton, der seit zwei Jahren mit Tamara Danz zusammengelebt hatte, die beiden Gründungsmitglieder Manfred Kusno und Ulrich Mann am Keyboard. Außerdem stieß der Texter Werner Karma zur Band und beeinflusste die Entwicklung der Band maßgeblich. Für das 1983 veröffentlichte Album Mont Klamott schrieb Karma alle Texte. Laut Michael Rauhut verband die Band auf dem Album „den musikalischen Biss der New Wave mit sinnlich-prallen und tieflotenden Bildern auf einem nicht nur für DDR-Verhältnisse einzigartigen Niveau“. Tatsächlich hatte Silly durch die Texte Probleme mit der Zensur, was stärker noch den Nachfolger Zwischen unbefahrenen Gleisen betraf, der verboten wurde und als Liebeswalzer 1984 in einer entschärften Version erschien. Mont Klamott wurde 1983 in der DDR zur Platte des Jahres gewählt. Das Lied Mont Klamott erreichte 1983 Platz 4 der DDR-Jahreshitparade. Ein Lied für die Menschen wurde 1983 für das Festival "Rock für den Frieden" im Palast der Republik geschrieben und gemeinsam mit Dieter Birr von den Puhdys aufgeführt. Im Dokumentarfilm flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport von 1988 sagte Danz: „Wir haben ganz zu Anfang sehr viele Kompromisse gemacht, daraus haben wir gelernt, und seitdem machen wir keine mehr. […] Du kannst keine Musik machen mit Kompromissen.“ Die damaligen Songs von Silly sind meist sehr poetisch und haben versteckte Andeutungen, die sich – vorbei an der Zensur – mit den Lebensumständen in der DDR kritisch auseinandersetzen. Sängerin Tamara Danz erläuterte in der Nachwende-Zeit die Vorgehensweise beim Texten und beschrieb, dass man bewusst sogenannte „Grüne Elefanten“ in die Lieder einbaute, Textstücke also, die so übertrieben und kritisch waren, dass sie garantiert von der Zensur angegangen wurden. Neben diesen Übertreibungen konnten dann kleinere, verstecktere Andeutungen, die das bewusst hörende Publikum durchaus wahrnahm, im Text verbleiben.
1984 verließ auch der Schlagzeuger Mike Schafmeier die Band und wechselte zu MTS, sein Nachfolger wurde Herbert Junck. 1986, nach Fertigstellung der LP Bataillon d’Amour, musste Bassist Mathias Schramm gehen. Jäcki Reznicek (E-Bass) von Pankow und Uwe Hassbecker (Gitarre, Geige), der zuvor bei Stern Meißen gespielt hatte, kamen dazu. Hassbecker – zunächst heimlicher Geliebter – wurde Partner und später Ehemann von Tamara Danz. Im August 1988 verließ Werner Karma die Band wegen interner Differenzen. Auf Februar sind nur noch zwei Texte von ihm. Die Lieder wurden nun hauptsächlich von Tamara Danz, Ritchie Barton und Uwe Hassbecker geschrieben und von Tamara Danz mit Unterstützung von Gerhard Gundermann getextet. Das Album Februar enthält kritischere und direktere Texte als die Vorgängeralben. Es folgten viele Tourneen, unter anderem in Deutschland, Dänemark, Schweden, Österreich und den USA.
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Quelle: Wikipedia - https://de.wikipedia.org/wiki/Silly_(...)
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