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Ära der Gigantischen Insekten: Wie War die Erde vor 320 Millionen Jahren? | Urzeit-Doku [4K]

Knochenland

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Ära der Gigantischen Insekten: Wie War die Erde vor 320 Millionen Jahren? | Urzeit-Doku [4K]

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Ära der Gigantischen Insekten: Wie War die Erde vor 320 Millionen Jahren? | Urzeit-Doku [4K] In diesem Video verfolgen wir, wie sich die Erde über sehr lange Zeit auf die Ära der Rieseninsekten vorbereitete. Wir beginnen mit der jungen, heißen Erde: Vulkanismus prägte ihre Oberfläche, sie kühlte ab, und Regen und Flüsse sammelten sich zu den ersten Meeren. Dort entstand einfaches Leben. Photosynthetische Organismen setzten Sauerstoff frei, der zunächst von Stoffen in Wasser und Gestein gebunden wurde. Erst allmählich reicherte er sich in der Atmosphäre an. Später breiteten sich Pflanzen an Land aus, Wälder entstanden, und frühe Gliederfüßer besiedelten neue Lebensräume. Anschließend betrachten wir das Karbon, das vor rund 359 bis 299 Millionen Jahren dauerte, und die Welt vor etwa 320 Millionen Jahren. In warmen, feuchten Sumpfwäldern wuchsen riesige Bärlappgewächse, Schachtelhalme und Farne. Abgestorbenes Pflanzenmaterial wurde unter Schlamm begraben und über lange Zeit zu Kohle. Die Wälder trugen zu einem außergewöhnlich hohen Sauerstoffgehalt bei, der zeitweise etwa 35 Prozent erreicht haben könnte. Da Insekten Sauerstoff über Atemöffnungen und Röhrensysteme aufnehmen, war das ein wichtiger Faktor für ihr Wachstum. Reichlich Nahrung und das Fehlen von Vögeln als fliegenden Jägern begünstigten sie zusätzlich. Wir lernen Meganeura kennen, eine räuberische Verwandte der Libellen mit etwa 70 Zentimetern Flügelspannweite, sowie Arthropleura, einen riesigen Verwandten der Tausendfüßer. Wir verfolgen auch den Lebenszyklus der Fluginsekten: Ihre Jungtiere lebten im Wasser, häuteten sich mehrfach und stiegen schließlich als geflügelte Erwachsene in die Wälder auf. Fossilien, darunter Funde aus Frankreich und England, geben Hinweise auf Körperbau und Lebensweise. Zum Schluss sehen wir, wie sinkender Sauerstoff, veränderte Wälder und Klimata sowie neue Räuber den Rieseninsekten zusetzten. Verschiedene Arten verschwanden allmählich, während kleinere Insekten sich unter den neuen Bedingungen behaupteten. Bei Arthropleura fehlte lange der Kopf, was die Einordnung erschwerte. 2024 untersuchten Forschende in einer Studie in Science Advances gut erhaltene Jungtiere aus Frankreich mithilfe von Computertomografie und Synchrotronbildern. Ihr Körper hatte Merkmale von Doppelfüßern, der Kopf dagegen auch Merkmale von Hundertfüßern. Selbst die Augen saßen auf kurzen Stielen. Ob das auf eine Nähe zum Wasser hindeutet, ist noch offen. Auch die Erklärung über den Sauerstoff greift nur teilweise. Eine Auswertung von mehr als 10.500 fossilen Insektenflügeln, veröffentlicht in den Proceedings of the National Academy of Sciences, fand: Die maximale Insektengröße folgte dem Sauerstoffgehalt nur bis vor etwa 130 Millionen Jahren. Danach wurden die größten Insekten kleiner, obwohl der Sauerstoff wieder zunahm. Als mögliche Erklärung nennen die Forschenden den zunehmenden Druck durch Vögel, die sich zu schnellen Luftjägern entwickelten.