Egon Bahr über die Nachkriegszeit 1945 - 1949 (2/2)
CHRONOS-MEDIA History
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In diesem zweiten Teil des 1994 produzierten Interviews mit Egon Bahr spricht dieser darüber, dass sich nur wenige Deutsche für die Nürnberger Prozesse interessiert hat, dem Gefühl der Befreiung und die dadurch freigesetzten Energien, die Tagesrationen mit drei Zigaretten, die er von den Amerikanern bekam, das Platzen der Münchener Konferenz und deren Bedeutung für die dann folgende Teilung Deutschlands, den wirtschaftlichen Aufschwung im westlichen Teil und das Hinnehmen der Teilung durch West-Deutschland. Außerdem geht es um die Rolle von Ludwig Erhard im Zusammenhang mit der Währungsreform von 1948, Kurt Schumacher und Konrad Adenauer.
20:00 Der Hungerwinter 1946/47 wird nur kurz gestreift. Auch an die Luftbrücke erinnert sich Egon Bahr, der damals in Tempelhof wohnte, und den die startenden und landenden Flugzeuge nicht beim Schlafen gehindert hatten. Er spricht über Ernst Reuter und General Clay und wie entscheidend es war, dass die Amerikaner Berlin nicht verlassen haben.
Das Interview führte Michael Kloft.