Die Dampflok, die sich selbst zu Tode schüttelte
Stahlriesen
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Die Dampflok, die sich selbst zu Tode schüttelte
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1954 hatte die Diesellok Nordamerika längst erobert, doch die Norfolk and Western Railway weigerte sich aufzugeben. Als Bahn, die mit dem Transport von Kohle ihr Geld verdiente, wollte sie den Diesel mit seinen eigenen Waffen schlagen und baute eine der kühnsten Maschinen der Eisenbahngeschichte: die TE-1 „Jawn Henry", eine kohlebefeuerte Dampfturbinen-Elektrolok. Ein Hochdruck-Wasserrohrkessel, eine Turbine mit 12.000 Umdrehungen, zwölf Fahrmotoren und 175.000 Pfund Zugkraft. Auf dem Papier ein Meisterwerk, das jeden Zielwert traf. In der Praxis eine Lok, die sich in dreieinhalb Jahren durch Kohlestaub, Vibration und wahnwitzige Komplexität selbst zerstörte. Wir erzählen die ganze Geschichte, plus zwei deutsche Aspekte, die das Original verschweigt: dass Deutschland Turbinen- und Hochdruckloks schon in den 1920ern baute (Krupp T18 1001, Schwartzkopff-Löffler H02 1001), und dass die Deutsche Reichsbahn dieselbe Kohle-Wette einging und den Dampf bis 1988 am Leben hielt.
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Quellen u. a.: Norfolk & Western TE-1 (Jawn Henry) Geschichte/Daten; Krupp Dampfturbinenlokomotive T18 1001 (1924, Zoelly); Hochdrucklok H02 1001 (Schwartzkopff-Löffler); Deutsche Reichsbahn DDR Dampfende 1988 / Kohle-vor-Öl / Braunkohle.
#Dampflok #Eisenbahn #Technikgeschichte